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Studie: Sichere Stromversorgung auch bei hohen Anteilen Erneuerbarer Energien

(3.4.2013; Verlinkung zuletzt am 7.12.2017 korrigiert.) Bereits heute stehen in Deutschland genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um auch hohe Anteile Erneuerbarer Energien auszugleichen und damit das Stromsystem stabil zu halten. Das ist das zentrale Ergeb­nis einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundesverbandes Er­neuerbare Energie (BEE).

Der Studie des Büros für Energiewirtschaft und technische Pla­nung GmbH (BET Aachen) zufolge kann der produzierte Strom aus regenerativen Kraftwerken momentan problemlos ins Sys­tem integriert werden. Ab dem Jahr 2020 käme es jedoch zu ersten Überschüssen Erneuerbarer Energien, die entweder durch Lastmanagement verlagert, gespeichert oder abgeregelt werden müssten.

Die Gutachter empfehlen daher schon heute Anreize dafür zu schaffen, den Betrieb regelbarer Kraftwärmekopplungs- und Biomasseanlagen am tatsächlichen Strombedarf auszurichten. Darüber hinaus sollte zeitnah ein Markt für das Lastma­nagement geschaffen werden, damit Unternehmen ihre zu- und abschaltbaren Las­ten veräußern und damit zur Stabilisierung der Netze beitragen können. Kurz- und mittelfristig seien außerdem Nachrüstmaßnahmen bei bestehenden konventionel­len Kraftwerken sinnvoll. Durch derartige "Retrofits" könnte neben der Absenkung der Mindestlast auch eine Erhöhung der Laständerungsgeschwindigkeiten erreicht werden.

Bislang  kaum Anreize für den Einsatz von Flexibilitätstechnologien

"Die Studie zeigt, dass die Stromversorgung hierzulande auch mittelfristig gesichert ist", fasst BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk die Ergebnisse zusammen. Bis auf wenige Ausnahmen biete das derzeitige Strommarktdesign jedoch kaum Anreize für den Einsatz der erforderlichen Flexibilitätstechnologien. "Hier muss die Politik schon heute handeln", fordert Falk. Auch müssten bestehende Gesetze und Verordnungen auf ihre künftige Markttauglichkeit überprüft werden: "Es wäre kontraproduktiv, wenn ein sehr hoher Stromverbrauch auch in Zukunft mit einer Befreiung von den Netzent­gelten belohnt wird und Verbraucher, die Überschussstrom nutzen oder speichern, mit Entgelten und Umlagen belastet werden", so Falk.

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