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Flachdachsanierung à la Wolfin ohne Entsorgung der alten, eventuell feuchten Dämmschicht

(13.12.2016) Polystyrol ist als Dachdämmstoff nützlich, aber als Bauabfall ein Problem: Mit der Novelle der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) dürfen seit Oktober 2016 im Prinzip nur noch Abfallverbrennungsanlagen mit entsprechender Genehmigung HBCD-durchsetzte Styroporabfälle thermisch verwerten - siehe Beiträge zur „HBCD-Krise“. Es gilt also, die Entsorgung alter Flachdachdämmmaterialien am besten ganz zu vermeiden - und zwar mit einer diffusionsfähigen Kunststoff-Dachbahn. Dank ihr können vorhandene Dachschichtenpakete vielfach erhalten bleiben und selbst stark durchfeuchtete Dämmschichten mit der Zeit austrocknen.

Sanierungen sind in der Regel notwendig, wenn die Abdichtungslagen von Flachdächern undicht geworden sind. Dadurch sammelt sich Feuchtigkeit in der Wärmedämmschicht, und die Dämmwirkung lässt nach. Viele Planer und Ausführende neigen bei durchfeuchteter Dämmschicht zu „Tabula-rasa-Lösungen“, wobei sie die durchfeuchteten Schichten abtragen und komplett ersetzen. Stattdessen sollte geprüft werden, ob das Dach nicht auch für eine Sanierung unter Beibehaltung des vorhandenen Dachschichtenpakets in Frage kommen könnte. Die Voraussetzungen dafür sind:

  • Die Unterkonstruktion muss in Ordnung sein,
  • die Statik muss für die Gesamtkonstruktion ausreichen, und
  • die alten Dachschichten müssen ausreichend lage- und windsogsicher mit dem Untergrund verbunden sein. Hierbei ist allerdings auch eine Nachbefestigung des Altschichtenpaketes möglich.

Wenn die Voraussetzungen für den Erhalt des Altschichtenpakets gegeben sind, ist vor dem Verlegen der Dämm- und Abdichtungslage der Untergrund je nach vorhandener Abdichtung vorzubereiten:

  • Etwaige Unebenheiten wie Wellen oder Blasen in der Altabdichtung sind zu egalisieren.
  • Besonders bei hoch dampfbremsenden Abdichtungsschichten - wie z.B. Bitumenbahnen - ist es sinnvoll, diese in definierten Abständen zu perforieren (mind. 5 Stk./m², Ø ca. 25 mm), um den späteren Austrocknungsprozess für die durchfeuchtete Altdämmschicht zu ermöglichen.


Dämmschichtdicke optimieren

Im Normalfall entspricht die alte Dämmschichtdicke nicht mehr den aktuellen Anforderungen der EnEV an die Wärmedämmung. Das Dach ist also im Zuge der Sanierung energetisch aufzurüsten. Da die bestehende Dämmschicht selbst in durchfeuchtetem Zustand nur einen Teil ihrer Dämmwirkung verliert, kann für die Austrocknungsphase ein Teil und nach der Austrocknung die volle Dämmleistung mit in die Bewertung einbezogen werden. D.h. die neu aufzubringende Zusatzdämmung kann dünner und damit kostengünstiger ausfallen. Oder aber die neue Dämmschicht entspricht der EnEV und man nutzt die Regeneration der alten Dämmschicht, mit stetig steigendem und besserem Wärmewiderstandswert. Damit werden langfristig sogar die Anforderungen der ENEV übertroffen, die Umwelt geschont und weitere Energiekosten eingespart.

Abdichtungslage wärmeabsorbierend und diffusionsfähig

Der entscheidende Faktor für die Austrocknung liegt in der Abdichtungslage. Hier ist es nicht beliebig, welche Abdichtung zum Einsatz kommt. Sie muss in der Lage sein,...

  • das Schichtenpaket stark zu erwärmen und
  • dank hoher Dampfdiffusionsfähigkeit den entstehenden erhöhten Wasserdampfdruck entweichen zu lassen.

Genau diese Voraussetzungen werden von der Wolfin-Kunststoff-Dach- und -Dichtungsbahn GWSK in der Farbe Schwarz erfüllt. Sie hat einen für eine Dachbahn sehr niedrigen Wasserdampfdiffusionswiderstand von ca. 10.000 µ ± 3.000, also bei 1,5 mm Dichtschichtdicke einen sd-Wert von maximal 19,5 m.


Weitere Informationen zur Flachdachsanierung bei durchfeuchteter Dämmung können per E-Mail an Wolfin angefordert werden.

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