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Capital testete für den ersten Fertighaus-Kompass 49 Hersteller in drei Kategorien


  

(27.5.2018) Die insgesamt beste Bewertung erreichte beim erstmals durchgeführten „Capital Fertighaus-Kompass“ Schwörer Haus. Das Wirtschaftsmagazin Capital hatte zuvor für seine Juni-Ausgabe 49 Unternehmen der Fertighaus-Branche analysiert und geprüft - und zwar zusammen mit ...

Dabei wurden drei Bewertungskriterien herangezogen:

  • Vertrag und Recht
  • Baumaterial und Wohngesundheit sowie
  • Information und Service.

Danach erzielte Schwörer Haus mit 100,7 von 107 maximal möglichen Punkten das beste Ergebnis und wurde von Capital mit fünf Sternen ausgezeichnet. Ebenfalls fünf Sterne erhielten

  1. Weber Haus,
  2. Fingerhut Haus,
  3. Baufritz
  4. Huf Haus,
  5. Okal und
  6. Allkauf.

Acht Hersteller bekamen vier Sterne, sechs drei Sterne. Drei Firmen erhielten zwei Sterne, ein Unternehmen lediglich einen Stern.

Vertrag und Recht

25 der 49 getesteten Unternehmen kamen der Aufforderung von Capital nach, Musterverträge und Baubeschreibungen zur Prüfung einzureichen. Nur diese Anbieter wurden am Ende auch abschließend bewertet. Die KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft untersuchte in der Kategorie „Vertrag und Recht“, wie konsequent die Hersteller das seit Januar geltende neue Baurecht umgesetzt haben und wie gut Kunden über ihre Rechte aufgeklärt werden. „Gute Anbieter zeigen, dass das kurz und knackig geht“, sagt KPMG-Anwalt Marc Kühl. Faire Regeln bei der Bezahlung, klar formulierte Widerrufsrechte und Fristen brachten Pluspunkte. Einige Unternehmen hinken geltendem Recht hinterher oder schließen Neuerungen sogar explizit aus wie etwa den Einbehalt von Sicherheiten. Extrapunkte brachten Versicherungen, Gewährleistungsbürgschaften oder Vertragsstrafen, falls das Haus nicht rechtzeitig fertig wird.

Baumaterial und Wohngesundheit

In der Kategorie „Baumaterial und Wohngesundheit“ ermittelten das Sentinel Haus Institut (SHI) und der TÜV Rheinland in einem elektronischen Fragebogen Aspekte der Bauqualität und Wohngesundheit. Punkte vergaben die Experten u.a. für die Mitgliedschaft in einer Qualitätsgemeinschaft wie dem Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). „Sie stellt grundsätzlich sicher, dass der Kunde ein qualitativ ordentliches Haus erhält“, sagt Walter Dormagen vom TÜV Rheinland.

Unternehmen, die sich darüber hinaus systematisch um Qualität und Wohngesundheit kümmern, konnten ihr Ergebnis verbessern. Auch der Einbau von Lüftungsanlagen, regelmäßige Materialprüfungen sowie Kontrollen der Raumluft auf Formaldehyd und flüchtige organische Verbindungen schlugen positiv zu Buche. „Käufer sollten unbedingt vergleichen, welchen Aufwand Hersteller hierbei treiben, und sich versprochene Grenzwerte vertraglich festschreiben lassen“, rät SHI-Geschäftsführer Peter Bachmann. Die Einhaltung besonders niedriger Grenzwerte wurde mit bis zu sieben Extrapunkten belohnt. Ins Teilergebnis flossen außerdem die Untersuchung von Grundstücken auf Radon und Extra-Zertifizierungen durch unabhängige Einrichtungen ein.

Service und Information

In der Kategorie „Service und Information“ prüfte das Beratungsunternehmen Pro Value unter anderem, wie aussagekräftig die Website und wie informativ das Prospektmaterial ist. „Der Markt ist sehr unübersichtlich“, sagt Pro-Value-Chef Josua Fett. „Alle werben mit Qualität, Energie-Effizienz und Individualität. Daher ist es wichtig, dem Kunden Orientierung zu geben.“ Den Firmen gegenüber gaben sich die Tester als Interessenten aus und baten um Rückruf. Zwei Drittel der Unternehmen ignorierten die Bitte um Rückruf.

Fertighäuser erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Jedes fünfte Ein- oder Zweifamilien-Gebäude wird hierzulande aus vorgefertigten Bauteilen errichtet. So stieg die Zahl der Genehmigungen für Fertighäuser um 5,5% auf gut 20.000 - siehe dazu auch Beitrag „2018 will die Fertigbaubranche die 20%-Marke überspringen“ vom 27.3.2018.

„Der Capital Fertighaus-Kompass soll unseren Lesern in komplexen Märkten einen schnellen Überblick und wichtige Entscheidungshilfe bieten. Das setzen wir bereits mit den etablierten Kompass-Wertungen für Fonds, Immobilien und Makler erfolgreich um“, resümiert Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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