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BuGG freut sich über Begrünung der Bushaltestellen in Utrecht

(11.9.2019) Der Bundesverband GebäudeGrün (BuGG) begrüßt die Begrünung der 316 Bushaltestellen der niederländischen Stadt Utrecht als beispielhaftes städtisches Engagement für mehr Nachhaltigkeit und ruft zur Nachahmung auf.

Foto © BuGG 

Zur Erinnerung: Nachweislich dienen Begrünungen der Minderung der städtischen Überhitzung und Erhöhung der Biodiversität im urbanen Umfeld. „Grünzeug“ bindet zudem Feinstaub und reinigt die Luft. Indem bisher brachliegende öffentliche Dachflächen von Bushaltestellen in zusätzliche Retentionsflächen und Kleinbiotope für Pflanzen und Tiere umgewandelt werden, wird eine effektive Biointegration dieser Bauwerke am Standort erreicht.

Die Begrünung der Utrechter Bushaltestellen erfolgte im Wesentlichen mit Sedum-Ar­ten. Sedum gelten in Bezug auf Trockenheitsverträglichkeit, Regenerationsfähigkeit sowie auf ihre Unempfindlichkeit gegenüber Extremtemperaturen als ideal für Dachbepflanzungen. Außerdem sind sie eine beliebte Nahrungsquelle verschiedener Bienenarten.


siehe auch Beitrag im ARD-Europamagazin vom 25.8.2019: „Grüne Bushaltestellen als Export-Schlager“

 „Neben Bussen können nun auch Bienen und andere Insekten an den Utrechter Bushaltestellen anhalten. Ein vorbildliches Beispiel, das hoffentlich viele Nachahmer findet“, sagt Dr. Gunter Mann, Präsident des Bundesverbandes für GebäudeGrün e.V. (BuGG). „Denn auch durch die Begrünung von Kleingebäuden, wie beispielsweise Fahrgastunterstände, können Städte ihren Beitrag zur Klimaanpassung, Artenschutz und Dekarbonisierung leisten und Vorbild sein.“

Der BuGG sieht es als eine seiner zentralen Aufgaben an, Städte und Planer bei Vorhaben zur Dach-, Fassaden- und Innengebäudebegrünung zu unterstützen. „In Städten gibt es eine Reihe ungenutzter Dachflächen, die bisher öffentlich kaum wahrgenommen werden“, erklärt Dr. Mann. „Als Bundesverband sind wir in der Lage, nicht nur mit entsprechendem Fachwissen, sondern auch mit IT-Lösungen wie z. B. einer Gründach-Inventarisierung bei der Planung zu helfen“.

Derzeit erstellt der BuGG einen „Marktreport Gebäudegrün 2019“, in dem schon kartierte Gründachflächen in Deutschland aufgezeigt werden. Städte und Gemeinden sind aufgerufen, sollte bereits eine Bestandsaufnahme vorliegen, entsprechende Daten dem Marktreport beizusteuern. Wer eine Bestandsaufnahme erstmals plant, dem bietet der Bundesverband in Kooperation mit EFTAS, einem Anbieter von Geoinformationen und IT-Services, eine effiziente Methode der Gründach-Inventarisierung und Potentialanalyse an.

Darüber hinaus ist der BuGG im Herbst 2019 auf Vortrags-Städtetour, um das Thema Dachbegrünung in sieben Städten vorzustellen. In Halbtagesseminaren werden Themen wie Artenschutz, Überflutungsvorsorge, Klimaanpassung und Förderung von Dachbegrünung behandelt sowie praktische Fragen der Planungsgrundlagen von Dachabdichtung, Wärmedämmung und Regenwasserbewirtschaftung diskutiert - siehe auch Beitrag „BuGG on tour! Gründach-Forum in sieben Städten“ vom 7.7.2019.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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