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Nachgefragt: Ist vergilbter PU-Schaum noch tauglich?

(8.1.2020) Rund 80% der Fensterfugen werden in Deutschland laut PU-Schaum-Infocenter mit PU-Schaum gedämmt. Damit die Fugen langfristig richtig dicht sind, müssen nach dem eigentlichen Schäumen noch weitere Arbeitsschritte folgen! Denn erst nach einer fachgerechten Abdichtung erfüllen Fensterfugen die gesetzlichen und DIN-rechtlichen Anforderungen. Die wichtigsten Schlagworte heißen dabei:

  • innen dichter als außen,
  • dampfdiffusionsoffen und
  • schlagregendicht.

Foto © PU-Schaum-Infocenter 

Nicht immer führen Fenstermonteure die notwendigen Arbeiten sofort und sorgfältig aus. In der Folge vergilbt der lichtempfindliche PU-Schaum, wird spröde und ist leicht abzukratzen. Das wirft die Frage auf, ob er so noch seine Wärmedämmfunktion erfüllen kann.

Nach Auskunft der Experten des PU-Schaum-Infocenters spielt hier die Zeit eine wichtige Rolle. Unproblematisch ist es demnach, wenn die Abdichtung innerhalb von wenigen Wochen nachgeholt wird. In diesem Zeitraum ist die Veränderung noch sehr oberflächlich und eher ein kosmetisches Problem. Unter der obersten Schicht ist der Schaum in der Regel noch vollständig intakt. Bevor die Handwerker die Fugen endgültig abdichten, sollten sie allerdings die verfärbte PU-Schaumschicht abtragen.

Antwort: Nein!

Ist der Schaum jedoch über Monate der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, wird er spröde und verliert nach und nach seine Dämmeigenschaften. Nach mehreren Jahren am Licht kann er sich sogar fast vollständig auflösen. Vor Lichteinwirkung geschützt sollte PU-Schaum dagegen verrottungs- sowie fäulnisfest sein und Jahrzehnte lang zuverlässig dämmen.

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