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Uppsala nutzt im Klinikbetrieb Legionellenprävention von GF

(06.05.2026) Das Universitätsklinikum Uppsala gehört mit rund 8.500 Mitarbeitern und etwa 800.000 Patienten jährlich zu den größten Kliniken Nordeuropas. Viele Patienten gehören zu immungeschwächten Risikogruppen – Wasserhygiene ist hier kompromisslose Pflicht. Seit 2022 vertraut das Klinikum auf das Hycleen Automation System von GF.

Das Universitätsklinikum Uppsala ist eines der größten Krankenhäuser Nordeuropas. (Bild: GF) 

„Wir wollten die vollständige Kontrolle über das kalte Trinkwasser – durch Spülung und Temperaturmanagement. Das System ist robust und lässt sich in unser Gebäudemanagementsystem integrieren. Das waren für uns die wichtigsten Kriterien”, erklärt Jim Larsson, Gebäudetechniker am Universitätsklinikum Uppsala.

Die Master-Einheit des GF Hycleen Automation Systems ist mit dem zentralen Gebäudemanagementsystem verbunden. Ein Master kann bis zu 50 Ventile steuern. (Bild: GF) 

Automatisierte Trinkwasserüberwachung

Das Hycleen Automation System überwacht und steuert die Trinkwasserverteilung im gesamten Gebäude vollautomatisch, mithilfe von Sensoren, digitalen Umwälz- und Spülventilen sowie einer zentralen Steuereinheit. Die Sensoren erfassen kontinuierlich Temperatur und Durchfluss in den Warm- und Kaltwasserleitungen. Alle Messwerte werden in der Master-Einheit zusammengeführt, analysiert und mit definierten Grenzwerten abgeglichen. Bei Bedarf aktiviert die Master-Einheit automatisch Zirkulations- oder Spülventile.

Elektrisch betätigte Ventile sorgen für die gezielte Spülung der Rohre mit Frischwasser. Sie öffnen sich automatisch, wenn Sensoren im System anzeigen, dass das Wasser eine zu hohe Temperatur hat. (Bild: GF) 

Die zentralen Funktionen im Überblick:

  • Kontinuierliche Temperatur- und Durchflussmessung
  • Digitale Aufzeichnung aller Messwerte
  • Bedarfsgesteuerte, automatische Spülungen

Auf diese Weise lässt sich das Risiko durch Legionellen und andere Krankheitserreger wirksam reduzieren und die Einhaltung der Hygienevorschriften lückenlos dokumentieren. Ergänzend zu den in Uppsala eingesetzten Spülventilen bietet das System auch eine Zirkulationsfunktion, die die erforderlichen Temperaturen im gesamten Rohrnetz aufrechterhält und so Stagnation sowie Legionellenwachstum zusätzlich minimiert.

Sicherheit auf mehreren Ebenen

Lässt sich die geforderte Temperatur, etwa aufgrund einer defekten Pumpe oder eines ausgefallenen Boilers, nicht erreichen, schlägt das System automatisch Alarm. Das sorgt für gleichbleibend hygienisches Wasser bei minimalem Betriebsaufwand. Bei erhöhten Anforderungen an die Ausfallsicherheit kann das System vollständig kabelgebunden betrieben werden. Die Anbindung an das Gebäudemanagementsystem in Uppsala erfolgte per Modbus. Die Nachrüstung verlief dabei reibungslos.

Wasserhygiene als Teamaufgabe

Am Universitätsklinikum Uppsala ist Legionellenprävention Teamaufgabe: Ein eigens eingerichteter Ausschuss befasst sich ausschließlich mit Wasserhygiene. Mikrobiologen und Ärzte bringen die medizinische Perspektive ein, Ingenieure und Techniker das bautechnische Know-how. Zweimal jährlich werden rund 140 Wasserproben entnommen, ausgewertet und daraus konkrete Maßnahmen abgeleitet. Echtzeitdaten aus dem Hycleen System unterstützen unmittelbar dabei, das Legionellenrisiko zu minimieren.

Prävention statt Reaktion – und lückenlose Dokumentation

„Während einige Krankenhäuser, Wohnhäuser oder Hotels bei Legionellenbefall auf teure Filterlösungen oder unangenehme Chemikalien zurückgreifen, wirkt das GF Hycleen Automation System präventiv und ermöglicht zudem eine lückenlose Dokumentation. Die Daten sind jederzeit zugänglich und vereinfachen im Notfall die Nachweisführung und Fehlerbehebung”, so Florian Beutter, Head of Valves & Digital Applications bei GF. Der automatisierte hydraulische Abgleich minimiert darüber hinaus Temperaturverluste und trägt so zu einem effizienten, ressourcenschonenden Betrieb bei.

Weitere Informationen können per E-Mail an Uponor angefordert werden.

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