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Keramische Fassadenwellen prägen neuen Schulcampus in Hamburg-Altona

(18.06.2026) In Hamburg-Altona wurde mit dem neuen Campus Struenseestraße das derzeit größte Schulzentrum der Hansestadt fertiggestellt. Das Ensemble nach Plänen der ARGE Rohdecan Querfeldeins umfasst zwei Gymnasien, eine Ganztagsgrundschule, mehrere Sporthallen sowie umfangreiche Freianlagen. Prägendes Gestaltungselement des 2,85 ha großen Areals sind die farbigen Keramikfassaden mit markanter Wellenstruktur.

Der Schulcampus bietet Platz für rund 2.200 Schüler sowie etwa 250 Lehrkräfte. Insgesamt entstanden rund 24.000 m² Bruttogrundfläche. Zum Campus gehören ein gemeinsames Gebäude für das Struensee-Gymnasium und das Deutsch-Französische Gymnasium, ein separater Bau für die Ganztagsgrundschule „An der Elbe” sowie mehrere Sporthallen und Außenanlagen.

Der neue Campus Struenseestraße vereint mehrere Schul- und Sportgebäude zu einem großflächigen Bildungsensemble. (Bild: David Matthiessen) 

Keramikfassaden mit Wellenstruktur

Die Fassaden wurden mit keramischen Sonderformaten aus der Produktreihe Longoton von Moeding realisiert. Bereits früh im Planungsprozess war laut Projektbeteiligten vorgesehen, die Gebäude mit keramischen Fassadenbekleidungen auszustatten, um einen Bezug zur norddeutschen Ziegelarchitektur herzustellen und zugleich ein langlebiges Fassadenmaterial einzusetzen. Für das Projekt entwickelte Moeding gemeinsam mit den Planenden zwei unterschiedliche Plattentypen sowie sechs Baguettetypen in jeweils drei Glasurfarben. Die konkaven Keramikplatten erzeugen entlang der Fassaden eine wellenförmige Struktur, die sich formal an die Dachkontur der Elbphilharmonie anlehnt.

Die konkaven Keramikplatten erzeugen eine wellenförmige Fassadenstruktur mit Bezug zur Elbphilharmonie. (Bild: David Matthiessen) 

Farbgestaltung in Rot und Grün

Die Gebäude erhielten großformatige Keramikplatten mit Höhen von bis zu zwei Metern. Feine Rillen und Fugen innerhalb der Elemente sorgen dennoch für eine kleinteilige Wirkung und ein lebendiges Fassadenbild. Die beiden Gymnasien wurden mit rot und grün glasierten Keramikflächen gestaltet, während grau glasierte Elemente die Gebäudeecken markieren. Durch die leicht transparente Glasur schimmert laut Hersteller der champagnerfarbene keramische Scherben dezent hindurch. Vor den Fensterbändern der Sporthallen und einzelnen Schulbereichen wurden zusätzlich gereihte Keramikbaguettes als Verschattungselemente eingesetzt. Diese greifen die Wellenstruktur der Fassaden auf und ergänzen die Farbgestaltung.

Sonderkonstruktion mit vorhabenbezogener Bauartgenehmigung

Um die charakteristische Wellenform trotz standardisierter Unterkonstruktion realisieren zu können, wurde die Konstruktion gegenüber dem Produktstandard angepasst. Die vorgehängte hinterlüftete Fassadenkonstruktion basiert auf DIN 18516 und erhielt eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung. 

Die Fassadenelemente wurden in spezieller doppelschaliger Ausführung gefertigt, um die konkaven Geometrien sicher an der Unterkonstruktion befestigen zu können. 

Projektdaten

  • Projektname: Schulcampus Struenseestraße
  • Auftraggeber: Freie und Hansestadt Hamburg, SBH Schulbau Hamburg
  • Architektur: ARGE Rohdecan Querfeldeins
  • Fassadenbekleidung: Moeding Keramikplatten Longoton Sonderformat und Keramikbaguettes in Sonderkonstruktion

Weitere Informationen können per E-Mail an Moeding angefordert werden.

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