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Altersgerecht wohnen: Barrierefrei umbauen und Förderungen nutzen

(06.08.2026) Der Anteil älterer Menschen in Deutschland wächst kontinuierlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird im Jahr 2035 jeder vierte Einwohner mindestens 67 Jahre alt sein. Gleichzeitig wünschen sich die meisten Menschen, möglichst lange selbstständig in ihrem vertrauten Zuhause zu leben. Dafür sind jedoch häufig bauliche Anpassungen erforderlich, die durch verschiedene Förderprogramme unterstützt werden können.

Wohnraum oft nicht altersgerecht

Viele ältere Menschen leben auch nach dem Auszug der Kinder oder dem Verlust des Partners weiterhin in ihren Häusern oder großen Wohnungen. Laut Mikrozensus 2022 stehen Menschen über 65 Jahren durchschnittlich 68,5 m² Wohnfläche pro Person zur Verfügung. Bei jüngeren Altersgruppen liegt dieser Wert zwischen 44,7 und 54,8 m².

Zugleich entsprechen viele Bestandsgebäude nicht den Anforderungen eines altersgerechten Wohnens. Stufen, schmale Türen oder kleine Bäder erschweren die Nutzung bei eingeschränkter Mobilität. Nach Angaben des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW fehlen in Deutschland derzeit bis zu 2,5 Mio. weitgehend barrierefreie Wohnungen.

Barrierefreiheit schafft Komfort für alle

Wer neu baut oder eine Immobilie erwirbt, sollte Barrierefreiheit und flexible Grundrisse frühzeitig einplanen. Aber auch im Bestand lassen sich viele Verbesserungen umsetzen. Dazu zählen beispielsweise der Abbau von Schwellen und Stufen, die Verbreiterung von Türen oder der Einbau bodengleicher Duschen.

Von solchen Maßnahmen profitieren nicht nur ältere Menschen. Offene Raumkonzepte, großzügige Bewegungsflächen und schwellenlose Zugänge erhöhen den Wohnkomfort für Familien mit Kindern ebenso wie für Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen. Wird das Eigenheim im Alter zu groß, kann zudem die Einrichtung einer Einliegerwohnung eine Möglichkeit sein, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen oder Mieteinnahmen zu generieren.

Gute Planung als Grundlage

Vor einem altersgerechten Umbau sollte zunächst der individuelle Bedarf ermittelt werden. Dabei gilt es zu klären, welche Barrieren im Alltag bestehen und welche Maßnahmen vorrangig umgesetzt werden sollen.

Ebenso wichtig ist die Finanzierungsplanung. Neben den zu erwartenden Kosten sollten Eigentümer frühzeitig prüfen, welche Förderprogramme genutzt werden können. Für die Umsetzung sind in der Regel qualifizierte Fachbetriebe erforderlich, insbesondere wenn Fördermittel in Anspruch genommen werden sollen.

Staatliche Förderungen für den Umbau

Für barrierereduzierende Maßnahmen stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Voraussetzung ist in der Regel, dass die Anträge vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Die KfW bietet mit dem Programm 159 „Altersgerecht Umbauen” zinsgünstige Kredite pro Wohneinheit an. Die Förderung kann sowohl für selbst genutzte Immobilien als auch für Mietobjekte oder den Kauf bereits modernisierter Gebäude genutzt werden.

Unterstützung bei Finanzierung und Förderanträgen

Die Landesbausparkassen beraten zu den verfügbaren Fördermöglichkeiten und unterstützen bei der Beantragung von KfW-Förderungen. Für eine erste Kosteneinschätzung können Eigentümer zudem den Modernisierungskostenrechner der LBS nutzen, der einen Überblick über die Ausgaben für barrierereduzierende Maßnahmen bietet.

 

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