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JUNGs zeigt Referenzprojekte für Elektroinstallationen im Holzbau

(26.08.2026) Drei Referenzprojekte von JUNG zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, Gebäudetechnik im Holzbau funktional und gestalterisch einzubinden. Das Spektrum reicht von dezent integrierten Schaltern und Steckdosen über hochwertige Aufputzinstallationen bis zu vernetzten KNX und Smart Home Lösungen.

Haus am Hang, Wohnhaus aus Holz von dury et hambsch architektur BDA mit LS 990 in Graphitschwarz matt
(© Architektur: dury et hambsch, Foto: Sebastian Schels)
 

Für unterschiedliche Anforderungen im Holzbau bietet JUNG passende Lösungen. Dazu gehören flächenbündig integrierte Schalterprogramme wie LS 990 für reduzierte Innenraumkonzepte ebenso wie sichtbar geführte Aufputzinstallationen mit LS Cube oder A Cube. Ergänzend stehen intelligente Gebäudesysteme für vernetzte und energieeffiziente Konzepte zur Verfügung. Bedienstellen und Schalter können damit dezent integriert, als gestalterischer Akzent oder als bewusst sichtbare technische Ebene eingesetzt werden.

Für die Vernetzung technischer Funktionen kommen KNX Systeme mit Bedienstellen wie LS Touch und F 40 Tastern zum Einsatz. JUNG Home ergänzt das Angebot um smarte Funktionen auf Basis einer konventionellen 230-Volt-Installation. Folgende drei Projekte zeigen die Bandbreite: ein ressourcenschonendes Holzwohnhaus in Hanglage, ein Gesundheitszentrum in Massivholzbauweise mit vernetzter Gebäudetechnik sowie ein mobiler Lernraum, in dem Material und technische Infrastruktur Teil des pädagogischen Konzepts sind.

Haus am Hang in Erlenbach

Das Wohnhaus von dury et hambsch architektur am Rand des Biosphärenreservats Pfälzerwald verbindet Materialeinsatz, Konstruktion und Landschaft. Das Schalterprogramm LS 990 in Graphitschwarz matt fügt sich zurückhaltend in die reduzierte Gestaltung ein.

(© Architektur: dury et hambsch, Fotos: Sebastian Schels) 

Im Mittelpunkt des Hauses steht ein großzügiger Aufenthaltsraum mit weitem Blick in die Landschaft. Seitlich liegen private Bereiche wie Bad und Schlafzimmer sowie ein Atelier. Letzteres lässt sich bei Bedarf durch eine Trennwand in zwei weitere Schlafräume unterteilen.

Der aufgeständerte Holzbau ruht auf abgetreppten Fundamentstreifen. Dadurch bleibt die Bodenversiegelung gering. Die Tragstruktur besteht aus heimischer Douglasie in Vollholz. Für die sekundäre Tragstruktur, die Wände in Holzrahmenbauweise und die Sparrenkonstruktion kam Fichtenbauholz zum Einsatz. Ausbau und Möbel bestehen aus Seekiefer, die Fenster aus Lärche. Sämtliche Bauteile wurden reversibel gefügt. Schraubverbindungen ermöglichen einen sortenreinen Rückbau und damit die spätere Wiederverwendung oder das Recycling der Materialien.

Die technische Ausstattung orientiert sich an der klaren Konstruktion. Zum Einsatz kommt das Schalterprogramm LS 990 in Graphitschwarz matt von JUNG. Seine reduzierte Geometrie und die matte Oberfläche treten gegenüber dem warmen Holz des Innenausbaus zurück und setzen zugleich einen ruhigen Kontrast.

Gesundheitszentrum „F1c” mit vernetzter Technik

Das Gesundheitszentrum F1c in Abensberg kombiniert medizinische Versorgung und Büroflächen auf rund 700 m² Nutzfläche. Der zweigeschossige Neubau wurde von Holz100 Bayern geplant und verbindet Massivholzbau mit regenerativer Energieversorgung und vernetzter Gebäudetechnik.

Gesundheitszentrum „F1c” (© Architektur und Foto: Holz100 Bayern) 

Das barrierefrei erschlossene F1c übernimmt Aufgaben der medizinischen Grundversorgung. Sichtbare Holzoberflächen prägen die Innenräume. Tageslicht, natürliche Materialien und eine reduzierte Farb- und Materialpalette bestimmen die Atmosphäre der Praxis- und Arbeitsbereiche. Bei der Konstruktion wurde auf Rückbaubarkeit und Wiederverwendung geachtet. Die mechanisch verbundenen Vollholzelemente kommen ohne Leime und synthetische Zusatzstoffe aus. Die Außenwände erfüllen die Anforderungen der Cradle to Cradle Gold Zertifizierung.

Die Energieversorgung basiert auf Photovoltaik, Wasserstoffspeicherung und Geothermie. Überschüsse der Photovoltaikanlage werden in einem Wasserstoffspeicher vorgehalten und können saisonal genutzt werden. Ein Ringgrabenkollektor mit Erdwärmepumpe übernimmt ergänzend die Wärme- und Kälteversorgung. Die Gebäudeautomation basiert auf einem KNX System von JUNG. Technische Funktionen lassen sich unter anderem über F 40 Taster und LS Touch Bedienstellen steuern. Ergänzend kommen Schalter und Steckdosen des Programms LS 990 in Alpinweiß und Graphitschwarz matt zum Einsatz.

Mobiler Lernraum als Materiallabor

Mit w∞d.ii hat die WoodenValley gGmbH einen mobilen Lernraum entwickelt, der Materialien, Ressourcen und technische Infrastruktur unmittelbar erlebbar macht. Sichtbare Elektroinstallationen mit A Cube, Schalter und Steckdosen aus dem Programm A 550 in Anthrazit matt sowie JUNG Home sind dabei Bestandteil des räumlichen und didaktischen Konzepts.

Mobiler Lernraum als Materiallabor (© Architektur: WoodenValley gGmbH, Foto: Henrik Schipper) 

Der transportfähige Holzbau kann temporär an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden und dient als Raum für Bildungsangebote und Workshops. Der modulare Baukörper ist vollständig in Holzbauweise ausgeführt. Konstruktion, Ausbau und Oberflächen machen den Werkstoff sowohl technisch als auch atmosphärisch erfahrbar. Außen zeigt sich das Modul als schlichtes Volumen mit präzise gefügter Holzfassade. Abmessungen und aerodynamisch optimierte Form sind auf den Transport im Straßenverkehr abgestimmt.

Im Inneren prägen sichtbare Holzoberflächen, großzügige Fensteröffnungen und eine flexible Möblierung den Raum. Als Materialien dominieren Holz und Lehm. Bei der Materialauswahl wurden unter anderem Herstellungsenergie, CO₂ Fußabdruck, Umweltpolitik der Hersteller, Rezyklatanteil, Zertifizierungen und mögliche Produkt als Service Modelle betrachtet. Bevorzugt wurden natürliche, recycelte, klimafreundlich hergestellte und möglichst regional verfügbare Baustoffe eingesetzt.

Eine feste Wasserversorgung gibt es nicht. Stattdessen wird Regenwasser gesammelt und genutzt, um so auch Wasserkreisläufe praktisch nachvollziehbar zu machen. Ein ähnliches Prinzip wird bei der Elektroinstallation verfolgt: Leitungen verlaufen bewusst in Kabelkanälen auf den Wänden und sind damit zugänglich und flexibel anpassbar. Das Aufputzsystem A Cube wird so selbst zum Bestandteil des Lernkonzepts. Für A Cube sowie die Schalter und Steckdosen des Programms A 550 wurde Anthrazit matt gewählt. Der Werkstoff besteht zu 95 % aus Rezyklat aus wiederverwerteten Kunststoffabfällen. Die dunkle Oberfläche hebt sich deutlich von den warmen Holztönen ab. Ergänzend kommt JUNG Home zum Einsatz. Mit der smarten JUNG Home Schuko Steckdose Energy lässt sich der Energieverbrauch per App erfassen und steuern.

Weitere Informationen können per E-Mail an JUNG angefordert werden.

 

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