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Dokas Schalungs- und Traggerüstkonzept für die Storstrøm-Brücke

(23.10.2026) Mit der Storstrøm-Brücke entsteht in Dänemark ein wichtiger Baustein der Verkehrsverbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Doka begleitet das Projekt seit 2019 mit einem integrierten Schalungs- und Traggerüstkonzept. Die Systeme mussten sich an wechselnde Geometrien anpassen und zugleich hohe Windlasten aufnehmen.

Seit ihrer Fertigstellung stärkt die drittlängste Brücke Dänemarks den Fehmarnbelt-Korridor als wichtige Verkehrsverbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. (Bild: SBJV) 

Die „Dronning Margrethe II’s Bro” ist rund 3,8 km lang und damit die drittlängste Brücke Dänemarks. Ihre Bedeutung geht jedoch über die reine Bauwerksgröße hinaus. Zusammen mit der festen Fehmarnbeltquerung schafft sie eine durchgängige Verkehrsverbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Davon profitieren sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr auf Straße und Schiene.

Schalungslösungen für unterschiedliche Bauabschnitte

Doka war seit 2019 an mehreren anspruchsvollen Bauphasen beteiligt. Zum Leistungsumfang gehörten Systeme für die rund 80 m langen Vorlandbrücken auf beiden Seiten sowie landseitig vorgefertigte Pfeilerköpfe. Hinzu kamen auskragende Tragwerke für die Verbindung der Fertigteilsegmente mit dem Pylon und verschiedene Schalungslösungen für dessen Herstellung. Für die abschließenden Arbeiten an der Schrägseilbrücke entwickelte Doka zudem eine projektspezifische Arbeitsplattform.

Pfeiler der neuen Storstrøm-Brücke. (Bild: SBJV) 

Pylon mit variabler Geometrie

Der 102 m hohe Pylon bildet das zentrale Tragelement der Schrägseilbrücke und leitet die Kräfte in das Fundament ein. Seine Herstellung stellte besondere Anforderungen an Schalung und Traggerüst. Die Konstruktion verfügt über eine variable Geometrie, integrierte Aussparungen, vorgefertigte Ausschalungen sowie Einbauteile für die Schrägseile.

Zum Einsatz kam eine Kombination aus Plattformen der Selbstkletterschalung SKE100 plus für hohe Lasten und Arbeitsbühnen mit flexiblen SKE50 plus Einheiten. Auf den beengten Seiten des Pylons ließ sich das System dadurch an die jeweiligen Platzverhältnisse anpassen.

Die Selbstkletterschalungen SKE100 plus und SKE50 plus ermöglichten eine sichere und effiziente Herstellung des 102 Meter hohen Pylons. (Bilder: SBJV) 

Arbeitsplattform für die letzten Arbeitsschritte

Für die finale Bauphase an der Schrägseilbrücke wurde eine individuelle Arbeitsplattform entwickelt. Sie entstand abschnittsweise mit dem Traggerüst Staxo 100 und wurde auf vier stationären Kletterkonsolen der Selbstkletterschalungen SKE100 plus und SKE50 plus abgestützt. Vorhandene Verankerungspunkte aus der Pylonherstellung konnten weiter genutzt werden.

Zwei integrierte Treppentürme ermöglichten den sicheren Zugang zu den Arbeitsbereichen. Durch die feste Verbindung mit dem Pylon blieb die Plattform auch bei hohen Wind- und Lastbeanspruchungen stabil.

Schrittweise Verkehrsfreigabe 

Für den Straßenverkehr wurde die Neue Storstrøm-Brücke Anfang Juni 2026 freigegeben. Der Bahnverkehr soll 2027 folgen. Mit der Eröffnung wurde die alte Storstrøm-Brücke geschlossen; Sie soll schrittweise rückgebaut werden.

Projektfakten             

  • Projekt: Neue Storstrøm-Brücke | Dronning Margrethe II’s Bro 
  • Standort: Sjælland, Dänemark
  • Bauart: Schrägseilbrücke
  • Auftraggeber: Vejdirektoratet (Dänische Straßenverkehrsbehörde)
  • Bauausführung: Itinera
  • Gesamtlänge: 3.830 m
  • Hauptspannweite: 320 m
  • Pylonhöhe: 102 m (Masthöhe 69 m)
  • Fertigstellung: 2026
  • Eingesetzte Doka-Systeme: Selbstkletterschalung SKE100 plus & SKE50 plus, Traggerüst Staxo 100, Trägerschalung Top 50, Rahmenschalung Framax Xlife

Weitere Informationen können per  angefordert werden.

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