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Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen

  • Über 20.000 Besucher auf Tuchfühlung mit aktueller Architektur
  • Bauminister Wittke rückt Nutzung von Altbauten in den Fokus

(29.6.2005) Mehr als 20.000 Architektur-Interessierte haben am letzten Juni-Wochenende den "Tag der Architektur" in Nordrhein-Westfalen genutzt, um neue Häuser und Freianlagen, Bürogebäude und Parks, Verwaltungsbauten und Gärten hautnah zu erleben. Unter den Besuchern: Der neue Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW, Oliver Wittke. Er besuchte in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen das sanierte Baudenkmal "Schoss Berge" und nutzte die Gelegenheit zu einem ersten öffentlichen Statement: "Wir werden unsere knappen Mittel auf den Erhalt und die zeitgemäße Weiterentwicklung unseres Gebäude-Bestandes konzentrieren müssen", so der Bauminister in einem Gespräch mit dem Präsidenten der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Hartmut Miksch. Dazu müssten zukunftsfähige Nutzungskonzepte entwickelt werden. "Ich rufe alle Investoren und Banken, Bauherren und Architekten auf, auch ungewöhnliche und innovative Konzepte zu entwickeln", so der Bauminister.

In insgesamt 177 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens wehten am Samstag und Sonntag die blauen Fahnen mit dem Logo des "Tags der Architektur" im Wind, genau 512 neue und erneuerte Gebäude und Objekte der Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung standen für Besucher offen. "Es ist gelungen, die Arbeit der Architektinnen und Architekten transparent zu machen", zog Kammerpräsident Miksch ein erstes Fazit unter die Architektur-Aktionstage. "Die große Besucherresonanz zeigt, dass das Interesse an den Themen Wohnen, Architektur und an der Qualität unserer gebauten Umwelt insgesamt weiter steigt."

Unter dem Motto "Raum erleben!" präsentierten Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner bundesweit neue Wohnhäuser, Bürobauten, öffentliche Gebäude, Wirtschaftsbauten, Freizeitstätten sowie Gärten und Plätze. In Nordrhein-Westfalen diskutierten Architekten und Bauherren von Aachen bis Minden, von Winterberg bis Kleve mit Interessierten über ihre Architekturkonzepte und über neue Ideen für Wohnräume und Arbeitsstätten.

Der Tag der Architektur bietet in Nordrhein-Westfalen aufgrund seiner großen Bandbreite einen guten Überblick über aktuelle Tendenzen im Baugeschehen. Bei den Wohnungsbauten fiel in diesem Jahr auf, dass zahlreiche Projekte auf neue Formen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens abzielten. So stellte in Dortmund eine Bauherrengemeinschaft von 21 Eigentümern ihren "Neubau eines gemeinschaftsorientierten Mehrfamilienhauses" am Tremoniapark vor, das als generationsübergreifendes Wohnprojekt angelegt ist. In Kleve öffneten die Eheleute van Beek ihr "Plusenergiehaus für drei Generationen", in Münster war eine Gruppe von Niedrigenergiehäusern im Stil einer Hofanlage konzipiert worden.

Neben Neubauten konnten am "Tag der Architektur" auch viele Sanierungen und Umnutzungen von älteren Gebäuden besichtigt werden. In Bochum war der Umbau einer alten Lagerhalle in eine Galerie zu besichtigen, in Meerbusch wurde ein Hofgebäude präsentiert, das zu Wohnzwecken umgebaut wurde. Das historische Schloss Berge in Gelsenkirchen-Buer überzeugte nicht nur NRW-Bauminister Oliver Wittke mit seinem neuen Nutzungskonzept als Gastronomie und Tagungshotel. Wittke: "Schloss Berge ist wieder die 'Gute Stube' der Stadt Gelsenkirchen."

Intensiv genutzt wurden auch die Architektur-Führungen durch Bürogebäude, Verwaltungsbauten und Gewerbeimmobilien. Vom Kap am Südkai in Köln über das Bürogebäude "Spherion" in Düsseldorf und die neue ADAC-Zentrale in Dortmund bis hin bis zur neuen Volksbank in Unna reichte die Bandbreite moderner Arbeitsstätten. Auffallend war außerdem das große Interesse der Besucher an Objekten der Innen- und Landschaftsarchitektur, bei denen selbst kleine Anlagen wie ein neu gestalteter Hausgarten in Aachen über 200 Besucher anzogen.

Der "Tag der Architektur" fand in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen zum zehnten Mal statt. Alle Objekte können auch weiterhin mit Foto und Kurzbeschreibung im Internet-Angebot der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen abgerufen werden unter www.aknw.de/tda/2005.

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