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Internet per TV-Kabel - eine ausgereifte Technik

  • c't: Surfen, Telefonieren und Fernsehen mit einem Anschluss

(22.1.2006) TV-Kabelnetze machen der DSL-Technik an immer mehr Orten Konkurrenz. Zu einem günstigen Preis können Kabelkunden über denselben Anschluss auch telefonieren und schnell im Internet surfen. Technisch ist Internet per TV-Kabel gleichauf mit DSL, schreibt das Computermagazin c't in der Ausgabe 3/06.

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Bild aus dem Beitrag "Morgenmagazin und Morgentoilette ideal kombiniert?!" vom 19.7.2005

Bis vor kurzem gab es in Deutschland für einen schnellen Internetzugang kaum eine Alternative zu DSL. Während in anderen Ländern Internet über das TV-Kabelnetz schon lange zum Standard gehört, fällt hierzulande erst jetzt der Startschuss. Während DSL in der Regel mit einem teuren Telefonanschluss gekoppelt ist, offerieren die Kabel-Betreiber Internet in Verbindung mit dem TV-Angebot. "Interessant ist es besonders für Kunden, die ihren Festnetz-Telefonanschluss komplett abschaffen möchten, um die in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Grundgebühr einzusparen", erläutert c't-Redakteur Urs Mansmann. Telefonate ins Festnetz lassen sich über Voice over IP, sprich Telefonieren über das Internet, erledigen. Die Anschaffung eines geeigneten Routers für 100 bis 150 Euro rechnet sich innerhalb weniger Monate.

Internet per TV-Kabel bietet die gleichen Bandbreiten wie DSL, womit anspruchsvolle Anwendungen wie Online-Spiele oder größere Downloads reibungslos funktionieren. Die gleichzeitige Nutzung von Internet und Kabelfernsehen ist ebenfalls unproblematisch, die beiden Dienste beeinflussen sich gegenseitig nicht. Für die Installation kommt ein Techniker ins Haus - auch hier sollten den Kunden keine bösen Überraschungen erwarten.

Das TV-Kabel ist nicht per se internettauglich, erst mit der Unabhängigkeit der Kabelgesellschaften vom Ex-Monopolisten Telekom konnte die Nachrüstung der Infrastruktur in den Kabelnetzen erfolgen. Der Ausbau wird aber zügig vorangetrieben. Allerdings haben die deutschen Kabelgesellschaften zum Endkunden oft keinen direkten Zugang, die Hausverteilernetze liegen in den Händen von Wohnbau- und Netzbetreibergesellschaften, die sich querstellen können, selbst wenn die Infrastruktur bereits vorhanden ist.

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