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WindowBooster (nicht nur für Schulen): einfache, aktive Lüftung über gekippte Fenster

(7.1.2021) Das Ingenieurbüro für Bauklimatik aus Kassel arbeitet an einem neuartigen Abluftsystem, das sich insbesondere - aber nicht nur - für Schulen empfiehlt. Das noch in der Entwicklung befindliche Lüftungsgerät sollte sich mit geringem Aufwand installieren lassen, weil es weder Fassadendurchbrüche noch spezielle Fassadenelemente oder Luftkanäle benötigt.

Das Umweltbundesamt veröffentlichte Mitte Oktober eine Empfehlung für Schulen, wonach Klassenräume vor dem Hintergrund der Corona-/COVID-19-Pandemie alle 20 Minuten stoßgelüftet werden sollten, um einen dreifachen Luftwechsel pro Stunde zu erreichen. By the way: Dieses Maß an Lüftung wäre aus Gründen der Raumluftqualität und -Hygiene auch ohne Pandemie wünschenswert - und wird es auch nach der Pandemie sein. Fachleute fordern schon seit langem die Installation von Lüftungsanlagen in Schulen. Schulträger scheuen jedoch den baulichen Aufwand und die Kosten für Anschaffung, Installation und Wartung. Der WindowBooster will diese Argumente entkräften: Er verursacht für Anschaffung und Installation nur einen kleinen Teil der Kosten herkömmlicher Lüftungsanlagen, und keinen nennenswerten Wartungsaufwand.

Die WindowBooster bedient sich ganz einfach der bereits vorhandenen Lüftungsoption - nämlich der vorhandenen Fenster: Der Luftaustausch ist allerdings ...

  • bei gekippten Fenstern zu gering und
  • bei weit geöffneten Fenster kaum kontrollierbar.

Der WindowBooster verstärkt die Kipplüftung und sorgt kontinuierlich für das notwendige Maß an Frischluft. Er bläst bis zu 1.000 m³/h Abluft durch ein einzelnes Fenster aus, jedes andere Fenster im Raum kann als Nachströmöffnung dienen. Der erzeugte Außenluftwechsel ist ausreichend für bis zu 50 Personen, versprechen die Entwickler. Bei größerem Luftbedarf können mehrere Geräte parallel betrieben werden.

Wie mit herkömmlichen Lüftungsanlagen lässt sich auch eine bedarfsgerechte Lüftung realisieren. Ebenso ermöglicht der WindowBooster leicht nachrüstbare Maßnahmen zur Verbesserung von Schallschutz und Behaglichkeit an gekippten Fenstern. Der WindowBooster versteht sich so als Herzstück eines komfortablen, modular aufgebauten und vergleichsweise preiswerten Lüftungssystems.

Entwickler Dr. Christoph Meyer betont: „Der WindowBooster ist keine Corona-Notlösung und nicht nur in Schulen sinnvoll einsetzbar. Die Dringlichkeit der Schullüftung während der Pandemie war aber der Anlass, Klassenraumlüftung mit ausschließlichem Fokus auf die Lüftungsaufgabe und eine schnell umsetzbare Lösung neu zu denken. Sein Einsatz ist immer dort sinnvoll, wo großer Lüftungsbedarf preisgünstig mit robuster Technik gedeckt werden muss. Im Vergleich zu den derzeit viel diskutierten HEPA 14-Luftfiltergeräten ist er für Schulen nicht nur die deutlich kleinere, sondern auch wirkungsvollere und nachhaltigere Investition. Effiziente Lüftung ist auch nach der Pandemie erforderlich.“

Die Preise für den WindowBooster stehen noch nicht fest, sollen aber abhängig von der Ausstattung bei deutlich unter 1.000 Euro pro Gerät beginnen. Prototypen sind für Anfang 2021 geplant. Dr. Meyer: „Für einen schnellen Start der Serienfertigung gibt es Ideen, die ähnlich pragmatisch wie der WindowBooster selbst sind.“

Weitere Informationen zum WindowBooster können per E-Mail an Ingenieurbüro für Bauklimatik angefordert werden.

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