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Wenn schon, denn schon: Zeitgemäße Modernisierung einer alpinen Schutzhütte auf 2.000 m Höhe


  

(3.3.2022) In den Alpen gibt es zahlreiche Schutzhütten, die Wanderern oder Bergsteigern eine Unterkunft und Schutz vor der Witterung bieten. Ein Beispiel dafür ist die Anhalter Hütte auf 2.042 m Höhe vor den Heiterwand-Nord­wän­den. Die bewirtschaftete Schutzhütte wurde bereits 1912 errichtet, gehört der Sektion Oberer Neckar des Deutschen Alpenvereins und ist an den Österreichischen Weitwanderweg 01 angeschlossen. Die Anhalter Hütte bietet vor allem Abgeschiedenheit: Weder eine befestigte Straße noch eine Personen- oder Materialseilbahn führen dort hinauf. Daher erfolgt die Anlieferung der Grundversorgung einmal in der Saison mittels Hubschrauber. Alles Weitere muss zu Fuß hinaufgetragen werden. Wenn also schon der Aufwand für eine Modernisierung und Erweiterung betrieben wird, dann muss es auch langfristig funktionieren.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde das urige, alte Gebäude mehrmals umgebaut und saniert. Aufgrund steigender Übernachtungszahlen erhielt es zum Beispiel 1975 einen Anbau. Mit der Zeit wurden zudem die Fenster, die Energieanlage sowie die Abwasserentsorgung erneuert. Die jüngsten Maßnahmen bestanden in einer Generalsanierung der Schutzhütte.

Fotos © Botament 

Die ursprüngliche Hütte wurde in Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz außen wie innen saniert, der Anbau aus dem Jahr 1975 wurde abgebrochen und an dessen Stelle ein Ersatzbau errichtet. Zudem wurde ein Nebengebäude geschaffen, in dem der Winterraum sowie die Haustechnik untergebracht sind. In dem Ersatzbau befinden sich einfache und gemütliche Schlafräume, die Sanitäranlagen sowie die Küche mit Lagerräumen. Der mit Schindeln verkleidete neue Baukörper harmoniert in angenehmer Weise mit der unter Denkmalschutz stehenden ursprünglichen Hütte.

Die neue Energieanlage, bestehend aus einem mit Rapsöl betriebenen BHKW, einer PV-Anlage und einer Batterieanlage, versorgen die Hütte mit Strom und Wärme. Mit dem Öffnen der Passstraße, dem Hahntennjoch, im Mai 2019 konnten die Bauarbeiten starten. Mit der Generalsanierung sollte die Hütte strukturell, funktional und bautechnisch für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht wurde.

Belastbares Küchenumfeld

Der gemütliche Gastraum und die Schlafzimmer mit einer Bandbreite vom Zweibettzimmer bis zum 10er-Lager bieten 80 Wanderern Platz. Eine moderne Gastroküche ermöglicht dem Pächterpaar professionelles Arbeiten auf über 2.000 m.


  

Für eine hohe Qualität und Langlebigkeit der Räumlichkeit sorgen auch die Abdichtungs- und Fliesenverlegesysteme von Botament: Auf einer Fläche von 90 m² kam unterhalb der neuen Fliesen die „AE Abdichtungs- und Entkopplungsbahn“ des Unternehmens zum Einsatz.

Die elastische Verbundabdichtung eignet sich für Wand- und Bodenflächen und insbesondere für die Abdichtung von Großküchen, die starken Belastungen mit Wasser und chemischen Stoffen ausgesetzt sind. Das Produkt ist in diesem Zusammenhang für die Wassereinwirkungsklassen W0-I bis W3-I und die Beanspruchungsklasse C geprüft. Die Abdichtung ermöglicht zudem eine schnelle und leichte Verlegung.

Die Fliesen wurden nach der Abdichtung mit dem faserarmierten Kleber „M 21 HP Speed“ auf den Untergrund aufgebracht. Stoßfugen wurden mit dem querelastischen, beidseitig vlieskaschierten Dichtband „SB 78“ und den dazugehörigen Formteilen von Botament abgedichtet.

Beim Fliesenspiegel entschied sich der Bauherr für eine weiße Fliese mit rechteckigem Format. Die schmalen Fugen wurden mit dem Multifunktions-Fugenmörtel „Multifuge Fine“ von Botament ausgeführt. Der Fugenmörtel zeichnet sich durch seine feine und glatte Oberfläche aus und rundet in einem hellen Grauton das optisch ansprechende Gesamtbild ab. Der Raum wirkt clean und freundlich und lässt sich durch die glatten und schmutzabweisenden Flächen zudem problemlos reinigen.

Elegante Sanitäranlagen

Für die Wand- und Bodenfliesen der ebenfalls im Neubau platzierten Sanitäranlagen wurden zunächst im unteren Wandbereich die „BP Bauplatten“ von Botament aufgebracht. Die Trägerplatten bestehen aus extrudiertem Polystyrolschaum, sind wasserdicht und eignen sich daher besonders für Feuchträume.

Bei der Verlegung der Wandfliesen kam mit dem Leichtfliesenkleber „Multistar“ ein weiteres bekanntes Produkt von Botament für großformatige Fliesen zum Einsatz. Dank der verwendeten „Airflow“-Technology, lässt sich dieses leicht und geschmeidig verarbeiten.

Der Bodenbelag wurde mit dem faserarmierten und hochflexiblen Fließbettkleber „M 30 HP S2“ verlegt. Dieser ist besonders für die Fliesenverlegung auf jungen Untergründen geeignet und auch bei beheizten Flächen anwendbar. Im Bereich der Duschen wurden die Wände zudem mit der „AE Abdichtungs- und Entkopplungsbahn“ verklebt.

Als Belag wurde eine großformatige Fliese in einem Grauton gewählt. Diese verleiht den Sanitäranlagen einen modernen Charakter und harmoniert auch mit den Holzoberflächen, die den oberen Wandbereich der Sanitärbereiche prägen. Die Fugen in einem hellen Grauton sind farblich auf das Gesamtkonzept abgestimmt.

Derselbe Systemaufbau - bestehend aus BP Bauplatte, Multistar und gleichfarbigen Fliesen - wurde auch im Eingangsbereich des Gebäudes angewendet. Ferner kam im gesamten Projekt „D1 Speed“ als Grundierung für saugende und nicht-saugende Untergründe zum Einsatz. Zur Verklebung der Dichtbänder fand zudem die Abdichtung „MD 1 Speed“ Anwendung.

„Die Generalsanierung der Schutzhütte war aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit mit einem größeren Aufwand verbunden als es bei vergleichbaren Aufträgen der Fall ist. So mussten sämtliche Baumaterialien mit dem Hubschrauber angeliefert werden. Dies betraf auch die Abdichtungs- und Fliesenverlegesysteme von Botament“, erklärt Lars Zschaler, Gebietsverkaufsleiter bei Botament. Von Vorteil war, dass Botament die gesamte Produktbandbreite - von der Bauplatte über die Abdichtung bis zum Fugen­mörtel - für die Ausführung der Sanitäranlagen und der Küche aus einer Hand liefern konnte.

Weitere Informationen zur Sanierung von Küchen und Sanitärräumen können per E-Mail an Botament angefordert werden.

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