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Sonnenschutzzarge für WDVS: Vorgefertigtes Fassadenelement bündelt Fensteranschluss und Verschattung

(16.06.2026) Mit der neuen Sonnenschutzzarge präsentieren die Maxit-Gruppe, Folgner und Somfy eine vorkonfektionierte Lösung für den Anschluss zwischen Fenster, Fassade und außenliegendem Sonnenschutz. Das System wurde für Neubauten und Sanierungen entwickelt und soll Planungs- sowie Montageaufwand im Bereich der Gebäudehülle reduzieren. 

Das Bauelement besteht aus einer werkseitig gedämmten WDVS-Fensterumfassung mit integrierten Anschlüssen für Fenster, Sonnenschutz und Fassade. Laut Hersteller wird jede Sonnenschutzzarge passgenau gefertigt und kann nach der Fenstermontage direkt auf das jeweilige Systemfenster aufgesteckt werden. Dadurch sollen Wärmebrücken und Ausführungsfehler minimiert werden. 

Die Sonnenschutzzarge kombiniert Fensteranschluss, Dämmung und Sonnenschutz in einem vorgefertigten Fassadenelement. (Bild: Maxit Gruppe) 

Schnittstelle zwischen Fassade und Fenster

Die Sonnenschutzzarge fungiert als technisches Bindeglied zwischen Fenster, WDVS und Sonnenschutz. Innenseitig sorgt sie für die Abdichtung zum Fensterrahmen, außenseitig für den Anschluss an das Wärmedämmverbundsystem. Werkseitig vorbereitet sind zudem die Aufnahme unterschiedlicher Sonnenschutzlösungen wie Zip-Screens, Raffstoren oder Rollläden. 

Zusätzlich integriert das System vorbereitete Kabeldurchführungen, eine wärmebrückenfreie Hinterdämmung der Sonnenschutzpakete sowie Anschlüsse für Fensterbänke. Optional kann die Stromversorgung über ein kleines PV-Modul erfolgen. Die Steuerungstechnik von Somfy ist bereits im System enthalten. Durch den Einsatz solarbetriebener Motoren sollen zusätzliche Elektroarbeiten innerhalb des Gebäudes entfallen. 

Die Sonnenschutzzarge wird nach der Fenstermontage auf das Systemfenster aufgesteckt. (Bild: Maxit Gruppe) 

Montagefertiges „Stück Fassade”

Konstruktiv wird die Sonnenschutzzarge als vollständig vorbereitetes Fassadenelement geliefert. Enthalten sind bereits Putzkanten, Gewebelaschen sowie eine anstrichfertige Leibung. Fenster, Sonnenschutz und WDVS-Zarge werden innerhalb des Systems exakt aufeinander abgestimmt, konstruktiv jedoch voneinander getrennt. Jan Henrichs, Projektleiter bei Maxit, erklärt: „Die Entwicklungsarbeit zur Sonnenschutzzarge begann 2024. Nun ist das Produkt marktreif und überzeugte bereits auf der diesjährigen Fensterbau Frontale in Nürnberg das Fachpublikum vor Ort. ...Viele Fenster und Sonnenschutzkonstruktionen sind für den Einbau in WDVS ungeeignet. Dennoch werden sie seit Jahrzehnten unverändert verbaut. Maler und Stuckateure stehen dann vor dem Problem, dass sie durch ihre Leistungen diese Vorarbeiten baurechtlich abnehmen.” Und ergänzt: „Ein ewiger Konflikt, an den man sich an der Baustelle fast schon gewöhnt hatte. Mit der Sonnenschutzzarge wird dieses Problem endlich gelöst.”

Die Sonnenschutzzarge wird werkseitig inklusive Dämmung und vorbereiteter Anschlüsse gefertigt. (Bild: Maxit Gruppe) 

Dämmstoff- und Sonnenschutzvarianten

Die Sonnenschutzzarge ist mit verschiedenen Dämmstoffen erhältlich, darunter EPS, Mineralwolle und Holzfaser. Zudem können unterschiedliche Fensterbankelemente und Sonnenschutzvarianten integriert werden. Laut Hersteller basiert die Fertigung auf nur einem Aufmaß für sämtliche Anschlussdetails rund um die Fensteröffnung. Nach der Montage des Fensters wird die Sonnenschutzzarge aufgesteckt und anschließend die restliche Fassade ausgeführt. Im letzten Schritt erfolgt die Montage des Sonnenschutzes über ein vorbereitetes „Plug-and-Play”-System. 

Ressourcenschonung und sommerlicher Wärmeschutz

Nach Angaben der Projektpartner reduziert die verschnittoptimierte Fertigung Materialabfälle sowie den Aluminiumanteil des Systems. Sonnenschutzkomponenten sollen sich zudem bei Bedarf zurückbauen und wiederverwenden lassen. Dazu Jan Henrichs: „Angesichts des Klimawandels und der drohenden Überhitzung in Wohnhäusern ist die Sonnenschutzzarge ein besonders zukunftsorientiertes Produkt: Der integrierte Sonnenschutz sorgt auf Wunsch für automatische Beschattung in heißen Sommern und senkt somit den Kühlbedarf.”

Weitere Informationen können per E-Mail an Maxit angefordert werden.

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