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Fischer unterstützt bei Erneuerung maroder Brücken

(23.10.2026) Der Zustand vieler Brücken in Deutschland wird zunehmend zum Infrastrukturproblem. Gravierende Schäden machen Sanierungen oder Ersatzneubauten nötig und schränken die Nutzung ein, mit spürbaren Folgen für den regionalen und überregionalen Verkehr.

„Grand Canyon” Bayerns: Bereits seit 1929 überspannt die Echelsbacher Brücke die tiefe Ammerschlucht in bis zu 80 m Höhe über dem Talgrund. (Bild: Fischer) 

Beispiele wie die Talbrücke Rahmede an der A45 in Nordrhein-Westfalen, der Ersatzneubau der Ringbahnbrücke an der A100 in Berlin oder die Carolabrücke in Dresden, haben die Debatte über den Zustand der deutschen Verkehrsinfrastruktur maßgeblich geprägt. Hinzu kommen groß angelegte Ersatzneubauten wie die Rader Hochbrücke an der A7 in Schleswig-Holstein. Auch im Raum Stuttgart und im Nordschwarzwald laufen zahlreiche Brückenbauprojekte, darunter die Hochbrücke Horb sowie weitere Sanierungen und Ersatzneubauten.

Nach aktuellen Angaben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) und des Deutschen Bundestages besteht bei rund 12.200 Brücken im deutschen Fernstraßen- und Schienennetz dringender Sanierungs-, Ertüchtigungs- oder Ersatzneubaubedarf. Ursachen sind das gestiegene Verkehrsaufkommen, der zunehmende Schwerlastverkehr, die Alterung der Bauwerke sowie Witterungseinflüsse und der Einsatz von Tausalz im Winter.

Die einzigartige Echelsbacher Brücke gilt als die größte Melan-Bogenbrücke der Welt mit einer Spannweite von 140 m. Um das Bauwerk für die Zukunft zu erhalten und zu sichern, wurde von 2017 bis 2021 die „Baumaßnahme B 23, Teilerneuerung der Echelsbacher Brücke” umgesetzt; mit Fischer Befestigungslösungen. (Bild: Fischer) 

„Eine ausreichende Sicherheit im Bauwesen ist eine entscheidende Grundlage für das Vertrauen in unsere Infrastruktur und die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft. Versagen Bauwerke als Gesamtkonstruktion oder in Teilen, geht dieses Vertrauen verloren”, sagt Prof. Dr.-Ing. Akanshu Sharma, Außerordentlicher Professor an der Purdue Universität und ehemaliger Fischer Stiftungsprofessor am Institut für Werkstoffe der Universität Stuttgart. „Nicht erst ein vollständiges Versagen ist kritisch: Auch Teilschäden können erhebliche Sach- und Personenschäden verursachen. Deshalb muss für alle Bauwerke und Bauteile ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet werden.”

Dabei zählen laut Johannes Braun, tätig im Bereich Digital Product Services und Brückenexperte bei Fischer, Befestigungs- und Verstärkungssysteme zu zentralen Bausteinen bei der Sanierung und Ertüchtigung von Brücken. Fischer biete hierbei für sämtliche Anwendungsfälle ein umfassendes Produktportfolio an. „Befestigungs- und Verstärkungssysteme sind ein zentraler Baustein bei der Sanierung und Ertüchtigung von Brücken. Sie ermöglichen unter anderem die Verstärkung und Ergänzung bestehender Beton- und Stahlbetonbauteile und Betoninstandsetzungen. Aber auch nachträgliche Befestigungen – mit Injektionssystemen, Betonschrauben als auch Brückenkappen- und Randbalkenverankerungen. Ein weiteres, wichtiges Anwendungsgebiet sind nachträglich eingemörtelte Bewehrungsanschlüsse, mit denen sich normkonforme Verbindungen zur Verstärkung bestehender Bauteile herstellen und Tragstrukturen gezielt erweitern lassen.”

Tausende deutsche Straßen- und Autobahnbrücken stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Alterung, steigende Verkehrsbelastungen und Witterungseinflüsse machen heute umfangreiche Sanierungen erforderlich. Moderne Befestigungs- und Verstärkungssysteme, digitale Planungstools als auch Robotik unterstützen die Baumaßnahmen. (Bild: Fischer) 

Digitalisierung der Brückenplanung

Bridge-Fix ist ein webbasiertes Berechnungstool für Brücken­kappen­verankerungen und ein Beispiel für die Digitalisierung der Brückenplanung. Es digitalisiert einen Bemessungsprozess, der bislang vor allem mit Tabellenkalkulationen durchgeführt wurde. Brückenkappen bilden die seitliche Begrenzung der Fahrbahn und übernehmen sicherheitsrelevante Funktionen wie Verkehrsführung und Absturzsicherung. Ihre Planung ist komplex, da unterschiedliche Lasten und Einwirkungen berücksichtigt werden müssen, von Wind- und Anpralllasten über Temperaturbeanspruchungen bis hin zu Kriechen und Schwinden des Betons.

Planer können über die Benutzeroberfläche in Bridge-Fix auch einen Bericht abrufen, der sie bei der Berechnung unterschiedlicher Lasten und Einwirkungen unterstützen soll. Er bündelt ein unabhängiges Gutachten und Beispiele von Prof. Dr. Jan Hofmann, Universitätsprofessor für Befestigungstechnik und Verstärkungsmethoden sowie stellvertretender Direktor des Instituts für Werkstoffe im Bauwesen der Universität Stuttgart. 

Weitere Informationen können per  angefordert werden.

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