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Die Altdeutsche Schieferdeckung im Fokus der Denkmalpflege

(17.10.2003) Die Altdeutsche Deckung ist die herausragende Deckart für Schieferdächer in der Denkmalpflege. Mit der Rückbesinnung auf natürliche Baustoffe findet die Denkmalpflege heute mehr denn je ein aufgeschlossenes Umfeld für ihre Aufgaben rund um historische Schieferdächer.

Gut ausgebildete Dachdecker beherrschen wie einst diese Königsdisziplin im Dachdecken. Dafür haben das Handwerk und die Schieferproduzenten gesorgt. Auf diese Weise ist sicher gestellt, dass Schieferdächer nicht nur in der Denkmalpflege ihre herausragende Stellung behaupten.

Zum Verfeinerung und Auffrischung des Wissens rund um Schieferdeckungen werden immer wieder spezielle Lehrgänge angeboten. So führte der Schiefer-Fachverband in Deutschland e.V. (kurz SVD) in Kooperation mit dem Gemeinnützigen Berufsförderungswerk für das thüringische Dachdeckerhandwerk e.V. in der Dachdeckerschule Lehesten ein hochkarätig besetztes Symposium durch. Gastreferenten aus der Denkmalpflege, Normenausschüssen und Sachverständige referierten produkt- und herstellerneutral über die klassischste aller Schieferdeckungen.

Die Vielzahl der Architekten und Denkmalpfleger im Publikum spiegelte das große Interesse an diesem Thema wider. Fachwissen zu vertiefen und aufkommende Fragen fachgerecht zu beantworten, hatten sich die Veranstalter auf die Fahne geschrieben. In Theorie und Praxis wurde die komplexe Materie der Altdeutschen Deckung thematisiert.

Das Vortragsprogramm war vielfältig, ein Blick auf die wichtigsten Vorträge zeigt dies eindrucksvoll: Dipl.-Phil. Heinrich Schleiff, Hauptkonservator des Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege, referierte über Schiefer als traditionelles Bau- und Dachdeckungsmaterial, Dr. Wolfgang Wagner, Mit-Geschäftsführer des SVD gab einen Überblick über die neue Europäische Dachschiefer-Normung unter besonderer Berücksichtigung der Denkmalpflege. Franz Wierschem, Dachdeckermeister und Sachverständiger, informierte über den Einsatz der Altdeutschen Deckung bei bedeutenden Denkmalprojekten. Eine Exkursion mit Dachdeckermeister Burkhardt Schmidt zu einer beispielhaften Sanierung im Rahmen der Denkmalpflege mit Schiefer - die "Villa Friedrichsbruch" - rundete das, neben einer Vielzahl von anderen Fachreferaten informative Symposium ab.

Am Ende der Veranstaltung konnte man sich sicher sein, dass das Interesse um die Altdeutsche Schieferdeckung nicht versiegt und diese "Königin" der Deckarten auch weiterhin ihren festen Platz auch in der Denkmalpflege behält und weiter ausbaut.

zur Erinnerung: Der Schiefer-Fachverband in Deutschland e.V., kurz SVD, ist der führende Verband der deutschen Schieferindustrie. Mitglieder sind u.a. die beiden größten deutschen Schieferproduzenten. Die Gründung erfolgte 1989 durch 40 Gründungsmitglieder aus ganz Deutschland. Der Verband vertritt die gemeinsamen fachlichen, wirtschaftlichen und technischen Interessen der Schieferindustrie. Tarifvertragliche Fragen bleiben allerdings nach der Satzung ausgeklammert. Der SVD schützt und fördert das Naturprodukt Schiefer für die Verwendung an Dach und Wand. Dazu gehört insbesondere die Bewahrung der historisch gewachsenen klassischen Altdeutschen Deckung sowie die Qualitäts- und Gütesicherung in allen Stufen bis hin zu den Verlegetechniken.

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