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Baubilanz 2007 der Bauindustrie

  • Bauinvestitionen um 8,3% gestiegen
  • Baunachfrage um 8,4% über Vorjahresniveau
  • Verhaltener Optimismus für 2008

(24.2.2008) Die deutsche Bauindustrie zieht für das zweite Jahr in Folge - bei allen regionalen Unterschieden - eine positive Jahresbaubilanz. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, sind die Bauinvestitionen 2007 um nominal 8,3% gestiegen (real: 2,0%). Für das laufende Jahr gibt die Entwicklung der Auftragseingänge - trotz zunehmender gesamtwirtschaftlicher Risiken - Anlass zu verhaltenem Optimismus: Der Ordereingang im Bauhauptgewerbe lag 2007 um nominal 8,4% über dem Vorjahresniveau (real: 3,4%). Zum Jahresende haben die Aufträge sogar noch einmal kräftig angezogen: Für das vierte Quartal meldeten die Bauunternehmen ein Auftragsplus von 15,2% (Dezember: nominal: 6,6%, real: 2,7%).

Entsprechend zufrieden sind die Bauunternehmen mit ihrer Geschäftslage: 80% der vom Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK) befragten Unternehmen meldeten Anfang dieses Jahres eine gute bzw. befriedigende Geschäftslage. Für das laufende Jahr erwarten 64% der Befragten eine gleichbleibende Geschäftslage, knapp 15% rechnen - trotz der schwächeren gesamtwirtschaftlichen Wachstumsperspektiven - sogar mit einer weiteren Verbesserung. Allerdings nimmt die Zahl der skeptischen Stimmen zu. Für 2008 erwartet der Hauptverband ein Umsatzplus von nominal 3,0%.

Motor des Aufschwungs war auch 2007 der Wirtschaftsbau

Die Bauinvestitionen im Wirtschaftsbau sind um 9,1% gestiegen und die Auftragseingänge lagen dank starker Impulse aus dem Verarbeitenden Gewerbe um 10,7% über dem Vorjahresniveau (4. Quartal: 6,7%). Für das laufende Jahr geht der Hauptverband deshalb von einem Umsatzplus von 6,5% aus. Allerdings setzt dies voraus, dass die Kreditwirtschaft als Reaktion auf die Subprime-Krise nicht auf die "Kreditbremse" tritt. Hier kommt der Kreditwirtschaft eine besondere Verantwortung zu, heißt es beim Hauptverband.

Im Öffentlichen Bau machte sich die bessere Finanzlage der Gebietskörperschaften bemerkbar: Die Bauinvestitionen sind im letzten Jahr um 14,3% gestiegen. Die Auftragseingänge lagen um 12,0% über dem Vorjahresniveau, das vierte Quartal schloss sogar mit einem Plus von 36,6%. Dass die Aufwärtsentwicklung anhält, versprechen die Haushaltsansätze der Gebietskörperschaften für 2008: Bund und Länder planen, ihre Bauausgaben um 8,3% zu erhöhen. Für die Kommunen  erwartet die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände einen Anstieg der Bauausgaben von 8,2%. Die Zahlen stützen die Prognose des Hauptverbandes, der für 2008 von einem Umsatzplus von 3,5% ausgeht.

Die Bauinvestitionen sind 2007 im Wohnungsbau zwar noch um 6,7% gestiegen, aber für 2008 sind die Vorzeichen negativ: Der  Auftragseingang ging im letzten Jahr um 5,5% zurück (4. Quartal: -6,3%). Entsprechend verhalten ist die Prognose des Hauptverbandes für 2008: Der Verband erwartet einen Umsatzrückgang von 1,5%.

Der Konjunkturaufschwung hat laut Bauindustrie inzwischen auch den Bauarbeitsmarkt erreicht: Im Jahresdurchschnitt waren 714.000 Personen im Bauhauptgewerbe beschäftigt, 3.250 mehr als im Vorjahr. Für 2008 erwartet der Hauptverband eine Stabilisierung der Beschäftigung auf dem Vorjahresniveau.

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