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Großformatige Aggloplatten verlegen

(3.12.2009) Fliesen im Großformat stehen im Objektbau immer weiter oben auf der Wunschliste der Bauherren. Aber nicht jeder Fliesenleger verfügt über das notwendige technische Know-how, um die unhandlichen und schweren Platten sicher und fachgerecht zu verlegen.


Einer, der weiß, wie großformatige Fliesen verlegt werden, ist Fliesenlegermeister Reiner Färber aus Düsseldorf. Innerhalb von zwei Monaten verlegten er und seine Mitarbeiter in einem Düsseldorfer Büro- und Geschäftshaus auf insgesamt 1.000 Quadratmeter 600 1,30 mal 1,30 m große, zwei Zentimeter starke und jeweils 180 Euro teure Platten aus spanischem Agglomarmor. Das stolze Gewicht jeder einzelnen Fliese: 86 Kilogramm. Insgesamt bewegte und verarbeitete das sechsköpfige Team um Reiner Färber fast 52 Tonnen Fliesen.

1,30 m × 1,30 m - eine neue Dimension

"Schon mit Gründung meines Betriebs vor zwanzig Jahren habe ich mich auf Großformate spezialisiert", so Fliesenlegermeister Reiner Färber. "Formate wie 1 × 1 m gehören für uns schon lange zur Routine. Aber 1,30 × 1,30 m - das ist eine ganz neue Dimension." Außergewöhnlich war auch das Belegematerial: Agglomarmor aus Spanien, ein industrielles Produkt, das zu etwa 95 Prozent aus gebrochenem, natürlichem Stein, hauptsächlich Marmor und Granit, sowie zu fünf Prozent aus dem Bindemittel Polyester-Harz und weißem Zement besteht. Der cremefarbene Agglostein "Cascada" der Firma Rover zeichnet sich vor allem durch seine Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit aus.

ausgleichender Kleber

Reiner Färber wusste, dass es bei seinem Objekt auch auf den richtigen Kleber ankommen würde. Der 10 cm starke normgerecht verlegte Estrich wies deutliche Toleranzen auf, die es mit Hilfe exakt angepasster Kleberschichtstärken auszugleichen galt. Infrage kam also nur ein Kleber, der auch bei hohen Schichtdicken besonders gute Standfestigkeit beweist. Reiner Färber entschied sich für den "CM 24 Mittelbettmörtel EasyFlex" von Ceresit Bautechnik, mit dem unebene Bodenflächen auch mit Schichtdicken von bis zu 20 mm ausgeglichen werden können.

Im Labor der Ceresit Bautechnik wurde das Zusammenwirken von Stein und Kleber zunächst getestet. Eine der aus Spanien angelieferten Platten verklebten die Anwendungstechniker mit dem Mittelbettkleber und untersuchten das bei Aggloplatten bekannte Verformungsverhalten. Das Ergebnis: Die Platte zeigte keinerlei Schüsselungsverhalten und war auch in keiner Weise verformt. Die im Anschluss gemäß DIN EN 1348 ermittelten Haftzugwerte waren selbst bei höheren Kleberschichtdicken optimal.


Kunstharz-Grundierung als ideale Haftbrücke

Vor Ort wurde zunächst der Zementestrich sorgfältig gereinigt und mit einer Kunstharz-Grundierung bearbeitet. Auf diese Weise konnte der Staub gebunden und eine Haftbrücke zwischen Estrich und Kleber hergestellt werden. Nach einer Trocknungszeit von vier Stunden konnte bereits mit dem nächsten Arbeitsschritt begonnen werden.

Kraftschlüssige Verkrallung des Klebers

Auf die Grundierung trug Reiner Färber zuerst eine dünne Kontaktschicht mit "CM 24 Mittelbettmörtel EasyFlex" auf (Bild rechts). Der Kleber wurde auf den Untergrund und auf die Plattenrückseite aufgetragen, um die Poren vollständig zu schließen und so eine kraftschlüssige Verkrallung des Klebers zu gewährleisten. Auf diese Abspachtelung wurde anschließend der CM 24 frisch in frisch aufgetragen, auf Grund der baustellenbedingten Estrichunebenheiten in Form von Kleberbatzen.

"Eine volle, satte Einbettung"

Mit der Kelle brachte der Verarbeiter etwa 60 Mörtelbatzen pro Platte auf den Untergrund auf, wobei insbesondere im Randbereich der Platten auf eine möglichst hohlraumfreie Einbettung geachtet wurde. "Die Kunst ist es dabei, den Kleber genau richtig zu dosieren, um Unebenheiten im Estrich zuverlässig ausgleichen zu können und eine volle, satte Einbettung zu erlangen", erklärt Reiner Färber. "Auch bei einer dickeren Kleberschicht darf der Kleber auf keinen Fall nachsacken." Durch Wiederaufnahme der verlegten Platten kontrollierte Färber von Zeit zu Zeit die Benetzung der Aggloplatten und erhielt konstant einen Wert von etwa 90 Prozent.


Transport mit Manpower und Saugheber

Um eine der großformatigen und schweren Platten sicher transportieren und passgenau in das Kleberbett legen zu können, war der Einsatz von jeweils vier Arbeitskräften erforderlich. In jede Ecke wurde auf der Vorderseite der Platte ein Saugheber befestigt, an dem die Platte gehalten wurde und so unter Berücksichtigung der gewünschten Fugenbreite auf den Untergrund gelegt werden konnte. Etwa 35 Minuten dauerte die Verlegung nur einer einzigen Platte - angefangen vom Auftrag des Klebers bis zur Positionierung der Platte im Kleberbett.

Bautafel

Weitere Informationen zum Verlegen großformatiger Fliesen können per E-Mail an Ceresit angefordert werden.

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