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Conference on Advanced Building Skins in Bern am 2. und 3. Oktober 2017


  

(31.7.2017) Zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft müssen sich Gebäudehüllen zu einem zusammenhängenden Nervensystem entwickeln, bei dem ein zentrales „Gehirn“ alle relevanten Daten bezüglich der Nutzeranforderungen analysiert und die Fassadenmodule entsprechend steuert. „Fassaden werden zu komplexen intelligenten Organismen, die sich aktiv externen und internen Einflüssen anpassen,“ erwartet Omar Renteria von EYP Architecture & Engineering, New York. Laut Agenda wird der Projekt-Direktor auf der Konferenz in Bern einen Blick in die Zukunft werfen und erklären, wie sich smarte Fassaden an sich ändernde Umweltbedingungen anpassen werden.

Renteria prognostiziert „die nahtlose Verbindung und Kommunikationsfähigkeit aller Fassadenkomponenten untereinander, wobei jede der Einzelteile klimatische und programmatische Parameter in Echtzeit erfassen und verarbeiten.“ EYP überdenkt deshalb den Prozess des Fassaden-Designs völlig neu: „Wir sprechen nicht nur von dynamischen Fassaden, sondern von Fassaden, die lernfähig und intelligent genug sind, sich über Zeit durch vernetzte Analysen quantitativer und qualitativer Stimuli den veränderten Bedingungen anzupassen.“ (EYP ist ein Architektur- und Ingenieurbüro mit über 700 Mitarbeitern in Nordamerika und Europa.)

Auf der diesjährigen Konferenz zur Gebäudehülle der Zukunft (Conference on Advanced Building Skins) referieren zwölf amerikanische Architektur- und Ingenieurbüros, die als besonders innovativ gelten: „Bei der Programmplanung haben wir uns an der von Karlin Research zusammengestellten Liste orientiert, die jährlich US-amerikanische Architektur- und Ingenieurbüros in den Kategorien Design, Nachhaltigkeit und Business Performance bewertet,“ erklärt Andreas Karweger, Geschäftsführer der Advanced Building Skins GmbH. „Es ist uns gelungen, mehrere Referenten der Top-50-Büros nach Bern zu holen. Besonders freut es mich, dass wir mit ZGF Architects aus Portland und EYP Architecture & Engineering aus New York die beiden in Sachen Nachhaltigkeit führenden Architekturbüros gewinnen konnten“, ergänzt Karweger. Weitere Referenten kommen u.a. aus den Architektur- und Ingenieurbüros ...

  • Skidmore, Owings & Merrill, Chicago,
  • HKS Architects, Houston,
  • Amtech Solutions, Dallas,
  • Walter P Moore, Los Angeles,
  • Belzberg Architects, Santa Monica,
  • Gensler, Chicago und
  • Integral Group, Oakland.

Zunehmende Bedeutung von Glas in der Architektur

Auch Europa ist mit namhaften Architektur- und Ingenieurbüros in Bern vertreten: Matt King, Direktor des Ingenieurbüros T/E/S/S, Paris, hat gemeinsam mit Frank Gehry die Fassade der Fondation Louis Vuitton entworfen; er leitete die Entwicklung der riesigen Glassegel. Hierfür erhielt er den renommierten „Grand Prix National de l’Ingenierie“:


Fondation Louis Vuitton (Foto © Advanced Building Skins GmbH)

James O’Callaghan vom Londoner Büro Eckersley O’Callaghan wird in Bern anspruchsvolle Architektur mit Glasstrukturen präsentieren. O’Callaghan setzt Glas als Strukturelement ein. Er ist bekannt für die Apple Stores von Tokyo, Sydney, Shanghai, Hong Kong, New York und London, in denen er Ganzglasfassaden und Glastreppen realisiert hat. In seinem Vortrag wird er auf die Apple Stores eingehen und seine Vorstellungen zukünftiger Glasarchitektur präsentieren.

Aus Deutschland wird u.a. Thomas Winterstetter, Geschäftsführer und Vorstand bei Werner Sobek Stuttgart, modernes Fassadendesign mit Unterstützung von BIM und CAD demonstrieren. Im Mittelpunkt seines Vortrags stehen Großprojekte im Nahen Osten, wie das Nationalmuseum von Katar und das Etihad-Museum in Dubai:


Etihad Museum Dubai (Foto © Advanced Building Skins GmbH)

Internationale Plattform für Architekten, Ingenieure, Wissenschaftler und Unternehmen

In insgesamt 38 Sessions referieren insgesamt über 220 Referenten aus 40 Nationen. Die Vorträge werden vorwiegend in Englisch gehalten, zwei Sessions finden in deutscher Sprache statt. Mehrere Forschungsinstitute, Universitäten und Unternehmen sind Mitveranstalter der Konferenz und organisieren jeweils eine eigene Session zu neuesten Entwicklungen im Bereich der Gebäudehülle. Hierzu zählen u.a. ...

  • die Universität von Newcastle (GB) mit einer Session zu „Smart Materials for Adaptive Façades“,
  • die Universität von Leuven (Belgien) zur Lichtplanung,
  • das spanische Forschungsinstitut Tecnalia zur gebäudeintegrierten Photovoltaik,
  • das Architekturbüro Smart Architecture (USA) zum Design von komplexen Fassaden,
  • das französische Forschungsinstitut INES zu neuen Formen von Beton,
  • das Schweizerische Materialforschungsinstitut EMPA zu Aerogel-Anwendungen in Fassaden und
  • die Firma Vector Foiltec, Bremen, zu architektonischen Membranen.

„Mit der Organisation unterschiedlicher Sessions durch Forschungsinstitute, Universitäten, Unternehmen und Architekturbüros soll ein stärkerer Austausch zwischen diesen Gruppen stattfinden, um dabei zu helfen, wissenschaftliches Know-how in die Praxis umzusetzen,“ erklärt Andreas Karweger.

Registrierung und Frühbucherrabatt

Die Konferenzgebühr beträgt 680 Euro und beinhaltet die Konferenzdokumentation mit den Manuskripten der Referenten und Mahlzeiten während der beiden Tage. Frühbucher, die sich bis zum 30. August anmelden, erhalten einen Rabatt von 15%.

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