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Neuer Arbeitskreis warnt: „Verbraucher unterschätzen tödliche Gefahr durch Kohlenmonoxid“

(4.1.2018) Aktuelle Statistiken kommen zu dem Schluss, dass Kohlenmonoxid-Ver­gif­tungen die häufigsten tödlich verlaufenden Ver­gif­tungen in den Industrieländern sind. Allein für Deutschland rechnen Experten jährlich mit bis zu 1.000 Todesfällen durch das gefährliche Gas - abgesehen davon, wird längst nicht jede Kohlenmonoxid-Vergiftung als solche erkannt. Hinzu kommen mehrere tausend Verletzte.

Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das leichter als Luft ist und problemlos durch Decken und Wände dringen kann. Gelangt das Gas über die Atemluft in den Blutkreislauf heftet es sich an die roten Blutkörperchen an, und die lebenswichtige Sauerstoffaufnahme wird dadurch verhindert. Je nach Konzentration führt dies zu Übelkeit, Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tode.

Kohlenmonoxid: Tödliche Gefahr in den eigenen vier Wänden
  

Gefahren gehen insbesondere von  defekten Heizungsanlagen, Gasthermen und Holzöfen aus. Aber auch bei der unsachgemäßen Lagerung von Holzpellets und der Verwendung von Heizpilzen oder Grills in Innenräumen reichert sich Kohlenmonoxid in der Raumluft an (Bild rechts). Üblicherweise wird Kohlenmonoxid durch Zu- und Abluftsysteme abtransportiert. Sind diese Abzüge jedoch defekt oder verstopft, kann sich das Kohlenmonoxid unbemerkt ansammeln.

Mit CO-Warnmeldern könnten das Risiko minimiert und Betroffene frühzeitig gewarnt werden - so lautet das Ergebnis des FeuerTRUTZ-Sym­posiums „Gefahren durch Kohlenmonoxid im häuslichen Umfeld“, das Ende November bei der Frankfurter Feuerwehr stattfand. Zu der Veranstaltung trafen sich Experten aus den Bereichen Rechtsmedizin, Risikoforschung, Feuerwehr und aus dem Schornsteinfegerhandwerk.

Hochwertige CO-Warnmelder für den privaten Bereich sind nach der EN 50291 Teil 1 und 2 zertifiziert und mit einer fest eingebauten 10-Jahres-Batterie ausgestattet. Zudem lassen sich einige Modelle mit weiteren Warnmeldern drahtlos vernetzen.

In einigen Staaten herrscht bereits CO-Warnmelderpflicht

Bislang sind CO-Warnmelder in Deutschland noch wenig verbreitet. Andere Länder wie die USA sind hier deutlich weiter. So verlangt beispielsweise Kalifornien seit Januar 2011, dass in Einfamilienhäusern mit Gas- oder Ölheizung mindestens ein CO-Warnmelder installiert werden muss. Heute sind in 32 US-Staaten ähnliche Regelungen in Kraft, weitere sollen nachziehen. Auch Kanada und Großbritannien setzen auf diese lebensrettende Technik. In England ist es seit 2015 Pflicht, in jedem Wohnraum eines Mietobjektes, der eine Wärmequelle auf Verbrennungsbasis enthält, einen Warnmelder einzubauen.

Arbeitskreis Kohlenmonoxid

Als Ergebnis des FeuerTRUTZ-Symposiums „Gefahren durch Kohlenmonoxid im häuslichen Umfeld“ haben die Teilnehmer beschlossen, 2018 einen „Arbeitskreis Kohlenmonoxid“ zu gründen. An dem Gremium wollen sich auch Feuerwehren, Schornsteinfeger, Prüfinstitute und Fachverbände aus dem Bereich Brandschutz sowie Unternehmen aus der Sicherheitsindustrie beteiligen. Ziel des Arbeitskreises ist es, das Wissen über Kohlenmonoxid-Gefahren im häuslichen Umfeld zu fördern, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und damit die Zahl der Kohlenmonoxid-Opfer zu verringern.

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