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Elektroindustrie brummte, brummt und wird brummen

(24.1.2018) „Die deutsche Elektroindustrie zeigt sich stark wie lange nicht. Wir verzeichnen das beste Wachstum seit 2011. Umsatz und Export schlossen 2017 mit Rekorden ab. Auch die Zahl der Beschäftigten ist nochmals deutlich gestiegen.“ Das sagte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, heute (24.1.) im Rahmen der Jahresauftakt-Pressekonferenz des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Getrübt wird die Stimmung allerdings durch den Fachkräftemangel, der eine große Herausforderung darstelle.

Von der Automation, über Unterhaltungselektronik bis zur Medizintechnik

Auch für 2018 ist der Verband optimistisch. Erwartet wird, dass die preisbereinigte Produktion der Branche um 3% wachsen wird. „Gleichzeitig gehen wir von einem Anstieg der Erlöse auf 196 Milliarden Euro aus“, so Dr. Mittelbach.

Die preisbereinigte Produktion der Elektroindustrie wuchs von Januar bis November 2017 um 4,6% gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz - der auch Dienstleistungen und Software umfasst - nahm im gleichen Zeitraum um noch kräftigere 7,3% auf 174 Mrd. Euro zu. Im gesamten vergangenen Jahr sollte er sich dann auf gut 190 Mrd. Euro belaufen. Dies sind rund acht Mrd. Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007.

Aufzeichnung der ZVEI-Jahresauftakt-Pressekonferenz 24. Januar 2018

Exporte: Viertes Rekordjahr in Folge

Besonders stark zeigte sich erneut der Export: Von Januar bis November 2017 nahmen die gesamten Branchenausfuhren, einschließlich Re-Exporten, um 10,1% gegenüber dem Vorjahr auf 183,3 Mrd. Euro zu. Im gesamten vergangenen Jahr kamen sie schätzungsweise nahe an die 200-Mrd.-Euro-Marke heran und verzeichneten damit den nunmehr vierten Rekord in Folge. Die meisten Exporte gingen 2017 nach China, gefolgt von den USA und Frankreich.

  • Die Branchenausfuhren nach China stiegen zwischen Januar und November des vergangenen Jahres um 18,1% gegenüber dem Vorjahr auf 17,4 Mrd. Euro.
  • Die Exporte in die USA erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 6,9% auf 15,8 Mrd. Euro - obgleich der Euro gegenüber dem Dollar im letzten Jahr um 15% aufgewertet hat.
  • Frankreich fragte mit 11,5 Mrd. Euro insgesamt 8,1% mehr elektrotechnische und elektronische Produkte und Systeme aus Deutschland nach.

Chancen des Klimaschutzes nutzen


  

„Ziel in Deutschland muss sein, die Innovationsführerschaft im Bereich der Klimaschutztechnologien auszubauen“, so Dr. Mittelbach. Für die 19. Legislaturperiode bedeute das, jetzt die Digitalisierung und den Umbau des Energiesystems zusammenzuführen. Dass das politisch formulierte Klimaschutzziel, die CO₂-Emissionen bis 2050 um mindestens 80% gegenüber 1990 zu reduzieren, technologisch und volkswirtschaftlich erreichbar sei, bestätige auch die kürzlich veröffentlichte BDI-Studie „Klimapfade für Deutschland“ (PDF-Download). Die Studie verweist auf große Chancen für die deutsche Industrie und Deutschland insgesamt, die konsequenter als bisher genutzt werden müssten. „Wenn wir im eigenen Land zeigen, wie durch die erneuerbaren Energien, Digitalisierung und Energieeffizienz ein leistungsstarkes Energiesystem entsteht, können wir mit unseren Technologien auch Exporterfolge erzielen und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken“, so Dr. Mittelbach weiter. Die Bundesregierung müsse jetzt für Schlüsseltechnologien ein starkes innovationsfreundliches Umfeld schaffen.

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