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3. Runde der Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe ergebnislos abgebrochen


  

(25.6.2020) Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen für die rund 850.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurden heute nach drei Verhandlungsrunden ergebnislos abgebrochen.

„Dass die Gewerkschaft die Entwicklung der baukonjunkturellen Lage in keinster Weise anerkennt und die Branche für Corona-immun hält, machte eine Einigung unmöglich. Der Ball liegt daher nun im Feld der IG BAU“, erklärte Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Demnach sei es durch das Festhalten der Arbeitnehmerseite an ihren Forderungen zur Wegezeitenvergütung nicht möglich gewesen, zu einer Annäherung zu kommen.

Aus Sich der Arbeitgeber bestehen seit Jahrzehnten branchenspezifische Lösungen, durch die die Fahrt- und Wegezeiten berücksichtigt und vergütet werden. Die tariflichen Regelungen hierzu haben sich in der Praxis bewährt.

Jutta Beeke, Vizepräsidentin des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) und Co-Vorsitzende der Verhandlungskommission der Arbeitgeber, konstatierte: „Wir bedauern, dass die Gewerkschaft unser Signal für eine tarifliche Corona-Zahlung nicht für einen intensiveren Austausch in der dritten Verhandlungsrunde genutzt hat. Für uns ist klar, dass wir weiter Lösungen in dieser schwierigen Situation suchen werden.“

IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Carsten Burckhardt stellte fest: „Den Arbeitgebern geht es offenbar nicht mehr um Inhalte, sondern sie erwarten von der IG BAU eine Unterwerfung. Ihre Idee, den Verzicht auf unsere Forderung einer Wegezeitentschädigung zur Voraussetzung für ein Angebot zu machen, ist beispiellos. Einen solchen Kniefall wird es mit der IG BAU nicht geben. Ebenso unzumutbar ist das Ansinnen, die Reduzierung der Einkommensforderung zur Vorbedingung für ein Angebot zu machen. Mit ihrer Blockadehaltung verhindern die Arbeitgeber eine Lösung in freien Verhandlungen. ... Um einen Kompromiss zu erzielen, haben wir viele Vorschläge unterbreitet. Mehr geht nicht. Immer wieder schieben die Arbeitgeber die Corona-Pandemie vor, um Baubeschäftigte nicht an der positiven Entwicklung zu beteiligen. Denn klar ist, dass die Bauwirtschaft auch in Corona-Zeiten nachweislich weiter boomt.“

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