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Baubeginn für den EU-Knotenpunkt für sichere Satellitenkommunikation in Köln

(22.06.2026) Am Standort Köln des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat der Bau des sogenannten Govsatcom-Hubs begonnen. Mit dem Spatenstich am 16. Juni 2026 beginnt der Bau eines von künftig zwei zentralen europäischen Knotenpunkten für staatliche Satellitenkommunikation.

Der Govsatcom-Hub (Governmental Satellite Communications) soll eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung sicherer Kommunikationsdienste für Behörden, Einsatzkräfte und weitere öffentliche Nutzer übernehmen. Ziel ist es, Kommunikationsverbindungen auch dann aufrechtzuerhalten, wenn terrestrische Netze ausfallen, gestört oder überlastet sind.

(v.l.): Rodrigo da Costa, Exekutivdirektor der EUSPA (European Union Agency for the Space Programme), Catherine Kavvada, Administrative Board Member EUSPA, Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Stéphane Beemelmans, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DLR, Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln, Dr. Melanie von der Wiesche, Leitung der DLR-Standorte West, Ulf Herzer, Direktor Zentrale Aufgaben der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, und Walter Päffgen, Managing Director der DLR GfR mbH. (Bild: DLR, CC BY-NC-ND 3.0) 

Im Mittelpunkt steht das „Pooling und Sharing” von Satellitenressourcen. Dabei werden vorhandene Kommunikationskapazitäten verschiedener Anbieter gebündelt und für behördliche Anwendungen bereitgestellt. Der Kölner Standort wird damit zu einem zentralen Bestandteil der europäischen Infrastruktur für sichere Satellitenkommunikation. Das Neubauprojekt basiert auf einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und dem Land Nordrhein-Westfalen. Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben mit bis zu 50 Mio. Euro.

Der Govsatcom-Hub ist Teil des europäischen Programms Govsatcom und soll künftig auch Dienste des Satellitennetzwerks IRIS² bereitstellen. Die geplante Satellitenkonstellation IRIS² soll aus mehreren hundert Satelliten bestehen und sichere Kommunikationsdienste auch in Regionen ohne terrestrische Netzabdeckung ermöglichen.

Visualisierung: Mit dem symbolischen Spatenstich am 16. Juni 2026 am Standort Köln des DLR startet mit dem Govsatcom-Hub der Bau eines zentralen europäischen Knotenpunkts für sichere, robuste und kosteneffiziente Satellitenkommunikation. (Bild: DLR GfR mbH / Astoc Architects and Planners GmbH) 

Zu den vorgesehenen Einsatzbereichen gehören unter anderem Katastrophenschutz, Grenzüberwachung, Kriseneinsätze, diplomatische Vertretungen sowie weitere sicherheitsrelevante Anwendungen. Behörden und Hilfsorganisationen sollen dadurch auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig bleiben.

Nach Angaben des DLR stärkt das Projekt sowohl die europäische technologische Souveränität als auch den Raumfahrtstandort Köln. Mit dem neuen Hub wird die Stadt zugleich als Teil des Space Hub Cologne weiter ausgebaut und in die europäische Raumfahrtinfrastruktur eingebunden.

 

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