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Drees & Sommer begleitet Bau der DR-Anlage von Thyssenkrupp Steel

(09.09.2026) Im Duisburger Stahlwerk von Thyssenkrupp Steel werden die bisherigen Hochöfen schrittweise durch eine Direktreduktionsanlage (DR-Anlage) ersetzt. Mit Wasserstofftechnologie und neuartigen Einschmelzern soll dort zukünftig CO₂-armes Roheisen entstehen. Bund und Land Nordrhein-Westfalen fördern das Vorhaben mit 2 Mrd. Euro. Die Objekt- und Tragwerksplanung, die technische Gebäudeausrüstung sowie Bauphysik und Infrastrukturplanung liegen beim Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE. Den Anlagenbau selbst übernimmt die SMS Group aus Mönchengladbach.

Auf einer rund 40 Fußballfelder großen Baufläche errichtet Thyssenkrupp Steel im Duisburger Stahlwerk eine wasserstoffbasierte Direktreduktionsanlage und zwei Einschmelzer. (Visualisierung/Bild: Thyssenkrupp Steel) 

Mit einer geplanten Kapazität von 2,5 Mio. Tonnen direktreduziertem Eisen zählt die Anlage zu den größten Dekarbonisierungsprojekten weltweit. Beim Direktreduktionsverfahren ersetzt Wasserstoff die Kohle als Reduktionsmittel, wodurch es als klimafreundliche Alternative zum klassischen Hochofenprozess gilt: Im Wasserstoffbetrieb sollen Anlage und die zwei nachgeschalteten Einschmelzer jährlich bis zu 3,5 Mio. Tonnen CO₂ einsparen.

Grüner Wasserstoff steht aktuell noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung und ist zudem teuer. Die neue Anlage startet daher zunächst im Erdgasbetrieb, wodurch sich gegenüber der bisherigen Hochofenroute jedoch auch bereits über 50 % der CO₂-Emissionen einsparen lassen.

Die Tiefbauarbeiten begannen bereits Mitte 2024. (Bild: Thyssenkrupp Steel) 

Komplexe Planung über zahlreiche Gewerke

Die Tiefbauarbeiten auf dem rund 40 Fußballfelder umfassenden Baugelände begannen Mitte 2024. Bis Juni 2026 waren nahezu alle Fundamente fertiggestellt und mit massiven Pfählen gesichert, zudem entstanden Baustraßen und Leitungstrassen. Neben der eigentlichen DR-Anlage mit Turm und zwei Einschmelzern errichtet Tthyssenkrupp Steel diverse Funktionsgebäude, ein Büro- und Werkstattgebäude sowie eine komplette neue Infrastruktur mit Verkehrsflächen und Lagerbereichen. Der gesamte Industriekomplex wird mehr als 60 Bauwerke und Anlagen umfassen.

Drees & Sommer betreut das Projekt gewerkeübergreifend mit Planungs- und Beratungsleistungen. Christoph Blessing, dort für das Großprojekt zuständig, betont die Komplexität: Für einen reibungslosen Anlagenbau müssten Hunderte Planungs- und Baustufen exakt aufeinander abgestimmt werden, eine der größten Herausforderungen des Vorhabens. In der Gebäudeplanung begleitet das Unternehmen die technischen Abstimmungen und sichert die Qualität von Plänen und Unterlagen.

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