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Solarkollektoren-Absatz um 11% rückläufig

(5.11.2013) Von Januar bis September wurden in Deutschland rund 820.000 m² Kol­lektorfläche für Solarwärmeanlagen verkauft. Das entspricht einem Absatzrückgang von rund 11% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das gaben Ende Oktober der Bun­desindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) bekannt. Beide Verbände appellieren an die Politiker vom Union und SPD, in den Koalitionsverhandlungen die Weichen für eine Energiewende im Wärmesektor zu stellen. Für einen wirksamen Klima- und Verbrau­cherschutz sei dies unverzichtbar; Deutschlands Heizungsbestand gilt als veraltet.

Seit 2010 stagniert der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmebereitstellung weitgehend bei rund 11 Prozent. Bei der Solarthermie verzeichnen BDH und BSW-Solar aktuell sogar ein geringeres Wachstum als noch 2012. „Mit angezogener Handbremse sind die energiepolitischen Ziele nicht zu erreichen“, betont Carsten Körnig, Hauptge­schäftsführer vom BSW-Solar. Mehr als 80% des Endenergieverbrauchs von Privat­haushalten entfallen auf die Wärmeerzeugung. Die Erneuerbaren Energien sollen da­ran im Jahr 2030 einen Anteil von 30 Prozent haben, so legt es das Energiekonzept der Bundesregierung fest. „Um den Sanierungsstau alter Heizungen aufzulösen und Erneu­erbare Energien zum Wärmestandard zu machen, bedarf es einer intelligenten Kombination aus Anreizen und Mindeststandards und einer verlässlichen Mittelausstat­tung bestehender Förderprogramme“, fordert Körnig. Eine Energiewende im Wärmesek­tor entlaste den Verbraucher und könne damit den Anstieg der Strompreise kompen­sieren.

Bereits mehr als 1,8 Millionen Haushalte betreiben in Deutschland eine Solarwärmean­lage. Immer noch zu wenige, findet Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH: „Wer seine veraltete Heizung modernisiert, zum Beispiel durch Brennwerttechnik oder eine Pelletheizung in Kombination mit Solarthermie, kann die Heizrechnung um bis zu 70% senken. Und dennoch verwenden vier von fünf Haushalten noch immer veraltete Heizungstechnik.“ In den vergangenen 15 Jahren haben sich für die Haushaltskunden die Erdgaspreise verdoppelt und die Heizölpreise vervierfacht. Mit solarer Wärme kön­nen Verbraucher die wachsenden Ausgaben für Heizöl oder Gas erheblich senken. Die meist überfällige Heizungsmodernisierung wird mit Zuschüssen gefördert: Für den Ein­bau eines neuen Heizkessels plus Solaranlage gibt es über das Bundesamt für Wirt­schaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mindestens 2.000 Euro dazu. Zusätzlich hilft die staatliche Förderbank KfW bei der Finanzierung mit bis zu 50.000 Euro zu attraktiven Kreditkonditionen.

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