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Fenster- und Türenbranche für 2018 anhaltend optimistisch gestimmt


  

(12.11.2017) 2017 wird der Fensterabsatz in Deutschland - gemessen an der Anzahl der tatsächlich eingebauten Fenster - mit einem Plus von 2,9% abermals zulegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der vier führenden Branchenverbände, die zusammen mit der Heinze GmbH erstellt wurde. Bis Ende 2017 werden demnach rund 14,2 Mio. Fenstereinheiten vermarktet.

Die jüngst erneut angehobenen gesamtwirtschaftlichen Prognosen sowie der anhaltend hohen Bedarf im Wohnbau unterstützen diese Entwicklung. 2018 wird mit einem Plus von rund 3,3% bzw. mit rund 14,7 Mio. vermarkteten Fenstereinheiten gerechnet:

  • 2018 werden wohl 56,5% aller produzierten Fenster für die Renovierung bzw. energetische Sanierung verwendet werden; das Marktvolumen steigert sich in diesem Bereich damit um rund 1,8%.
  • Die Zahl der im Neubau eingesetzten Fenster könnte mit plus 5,3% merklich stärker ansteigen und damit einen Marktanteil von immerhin rund 43,5% erreichen.

Die Verteilung zwischen Wohnbau und Nichtwohnbau könnte in etwa wieder auf zwei Drittel zu einem Drittel hinauslaufen - wobei ein stabiler Anstieg beim Wohnbau um 3,5% und beim Nichtwohnbau um 2,8% prognostiziert wird.

Fenstermarkt gesamt in Fenstereinheiten


Bei den Rahmenmaterialien liegt der Anteil der Holzfenster 2018 voraussichtlich bei recht konstanten 15%. „Die höchsten Zuwachsraten erwarten unsere Verbände mit 4,1 Prozent beim Absatz von Holz-Metall-Fenstern. Eine signifikante Verlagerung der Marktanteile im Bereich der einzelnen Rahmenmaterialien lässt sich aus der Studie aber auch diesmal nicht ableiten“, betont Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Der Marktanteil der Metallfenster wird 2018 mit 18,1% vermutlich konstant bleiben.

Kunststofffenster werden ihren hohen Marktanteil ebenfalls beibehalten. Mit einem zum Gesamtmarkt fast identischen Wachstum wird deren Anteil in 2018 bei voraussichtlich rund 57,7% liegen. „Kunststofffenster sind sowohl bei der Sanierung des Gebäudebestandes als auch im Wohnungsneubau gefragt und profitieren aktuell durch die anhaltend positive Entwicklung im Mehrfamilienhausbau“, erklärt Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. aus Frankfurt am Main.

Aluminium- und Kunststoffaußentüren auf Augenhöhe

Der Absatz von Außentüren entwickelt sich derzeit nahezu parallel zum Fenstermarkt: „2018 werden in Deutschland rund 1,468 Millionen Außentüren verkauft, 2017 waren es noch rund 1,423 Millionen Stück. Dies entspricht einer Steigerung um rund 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und spiegelt die geringeren Zuwächse im Ein- und Zweifamilienhausbau wider“, prognostiziert der stellvertretende Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (Velbert), Holger Koch. Die größten Steigerungsraten in den Bausegmenten werden 2018 dem Neubau mit ordentlichen 5,8% zugetraut, der Renovierungssektor könnte um 1,8% zulegen.

Mit Blick über alle Rahmenmaterialien hinweg wird mit Zuwächsen zwischen 3,0 und 3,2% gerechnet, die Marktanteile werden daher nahezu konstant bleiben: Türen aus Aluminium können sich mit einem Marktanteil von 32,5% fast auf Augenhöhe mit Kunststofftüren mit 32,8% behaupten. Jede vierte Außentür, rund 25,3 Prozent, wird 2018 voraussichtlich aus Holz gefertigt und sonstige Rahmenmaterialien finden bei 9,4 Prozent der Verwender ihren Einsatz.

„Der deutsche Fenster- und Haustürenmarkt entwickelt sich in einem gesamtwirtschaftlich erfreulichen Umfeld weiterhin positiv. Dies verleitet jedoch auch ausländische Wettbewerber dazu, ihre Marktanteile in Deutschland weiter zu steigern, was ebenfalls Konsequenzen für die Zulieferer haben wird“, so Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF) abschließend.

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