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Fenster- und Türenbranche erwartet 2018 stabiles Wachstum


  

(28.3.2018) Der Fensterabsatz in Deutschland wird 2018 - gemessen an der Anzahl der tatsächlich eingebauten Fenster - mit +2,8% abermals zulegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der vier führenden Branchenverbände, die in Zusammenarbeit mit der Heinze GmbH erstellt wurde. Bis Ende dieses Jahres könnten demnach rund 14,6 Mio. Fenstereinheiten vermarktet werden.

Für 2018 geht die Branche  in den Bausegmenten Neubau und Renovierung sowie Wohn- und Nichtwohnbau von stabilen Zuwächsen aus. Rund 57% aller produzierten Fenster werden 2018 wohl für die Renovierung bzw. energetische Sanierung des Gebäudebestandes verwendet, das Marktvolumen würde sich in diesem Bereich dann um rund 2,2% steigern. Die Zahl der im Neubau eingesetzten Fenster könnte um 3,6% merklich stärker ansteigen und damit einen Marktanteil von immerhin rund 43% erreichen.

Die Branchenstudie gibt zusätzlich zur Analyse der Bereiche Renovierung und Neubau auch Auskunft über die prozentuale Verteilung der Fenster im Wohn- und Nichtwohnbau. So wird für 2018 ein stabiler Anstieg der Wohnbauaktivitäten um 2,6% prognostiziert, im Nichtwohnbau wird gar ein Wachstum in Höhe von 3,1% erwartet. Die Anteilsverlagerungen werden sich damit 2018 kaum verändern: 65,8% der verkauften Fenster werden im Wohnbau verbaut, nach 65,9% in 2017. Der Nichtwohnbau kommt 2018 auf 34,2%, nach 34,1% im Vorjahr.

Fenstermarkt gesamt in Fenstereinheiten

Metall-Fenster mit den höchsten Zuwächsen

Bei den Rahmenmaterialien liegt der Anteil der Holzfenster 2018 voraussichtlich bei recht konstanten 15,1%. „Die höchsten Zuwachsraten erwarten unsere Verbände mit 3,2% beim Absatz von Metall-Fenstern. Eine signifikante Verlagerung der Marktanteile im Bereich der einzelnen Rahmenmaterialien lässt sich aus der Studie aber auch diesmal nicht ableiten“, resümiert Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF).

Der Marktanteil der Holz-Metall-Fenster wird wohl 2018 mit 9% konstant bleiben. Kunststofffenster werden ihren hohen Marktanteil ebenfalls beibehalten - mit einem zum Gesamtmarkt fast identischen Wachstum und einem Anteil von voraussichtlich rund 57,6%. „Kunststofffenster sind sowohl bei der Sanierung des Gebäudebestandes als auch im Wohnungsneubau gefragt. Derzeit profitieren sie aber nur von der positiven Entwicklung im Mehrfamilienhausbau. Die so wichtige energetische Sanierung bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück.“, erklärt Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff.

Außentüren im Gleichschritt

Der Absatz von Außentüren entwickelt sich derzeit nahezu parallel zum Fenstermarkt: „2018 werden in Deutschland rund 1,454 Millionen Außentüren verkauft, 2017 waren es noch rund 1,417 Millionen Stück. Dies entspricht einer Steigerung um rund 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und spiegelt die geringeren Zuwächse im Ein- und Zweifamilienhausbau wider“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (Velbert), Holger Koch.

Die Marktanteile hinsichtlich der verwendeten Materialien werden nahezu konstant bleiben: Türen aus Aluminium können sich mit einem Marktanteil von 32,6% fast auf Augenhöhe mit Kunststofftüren mit 32,7% behaupten. Jede vierte Außentür, rund 25,3%, wird 2018 aus Holz gefertigt und sonstige Rahmenmaterialien finden bei 9,4% der Verwender ihren Einsatz.

Die größten Steigerungsraten bei den Beschlägen werden 2018 dem Neubau mit ordentlichen 3,5% zugetraut, der Renovierungssektor könnte um 2,2% zulegen. Der Wohnbau gewinnt in diesem Segment nach den jüngsten Hochrechnungen 2,6% und der Nichtwohnbau wird wohl mit einem Plus in Höhe von 2,9% die positive Entwicklung von 2017 fortsetzen.

„Der deutsche Fenster- und Haustürenmarkt entwickelt sich in einem gesamtwirtschaftlich erfreulichen Umfeld weiterhin positiv. Das Wachstum des Isolierglasmarktes in Deutschland blieb in den letzten Jahren hinter dem des Fenstermarktes zurück, weil zunehmend komplette Fenster aus dem Ausland kommen“, stellt Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF) abschließend fest.

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