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400 Jahre altes Gehöft mit Holzfaser auf Niedrigenergiestandard gebracht

(10.5.2021) Das Gehöft im sächsischen Striegistal, um das es hier geht, ist über 400 Jahre alt - und sein Erbauer dürfte damals weder Aufwand noch Kosten gescheut haben. Doch im Jahr 2018 war das kaum noch zu erkennen: Von den 400 m² Fläche wurden nur noch 25 m² von einer alten Dame bewohnt, die anderen Räume verfielen zusehends - zumal das Dach ein vier Meter großes Loch aufwies.

Jens und Kathrin Ensfelder haben sich trotzdem an die Sanierung des zweigeschossigen Gebäudes gewagt. Das verfallene Gehöft sollte zum Zuhause für ihre sechsköpfige Familie samt fünf Pferden und drei Hunden werden. Ein Fulltime-Job: Ein halbes Jahr nahm sich der Elektroinstallateur für das Projekt Urlaub.

alle Fotos © UdiDämmsysteme 

„Uns blieb nichts anderes übrig, als das Gebäude komplett zu entkernen“, erzählt Jens Ensfelder. Doch dann staunte er nicht schlecht, was da unter dem alten Putz zum Vorschein kam: Über das Erdgeschoss spannte sich ein Kreuzrippengewölbe auf Sandsteinsäulen. Es war komplett verdeckt gewesen: Frühere Besitzer hatten zwischen den Säulen Wände eingezogen, um Kohlenkeller, Heizöltank und Toilette abzutrennen. Die 3,25 m hohe Gewölbedecke war mit Spanplatten abgehängt.


  

Gedämmt wurde das Gebäude von innen, um den Charakter des Gebäudes zu erhalten - was eine Herkulesaufgabe war: Schließlich ging es um eine Fläche von insgesamt 500 m²: Im Erdgeschoss waren Bruchsteinmauern zu dämmen, im Obergeschoss das Fachwerk sowie die Decke unter dem unbeheizten Speicher. „Wir mussten da alle Register ziehen“, erinnert sich Anka Unger, Geschäftsführerin der UdiDämmsysteme im benachbarten Chemnitz.

Für die unregelmäßigen Bruchsteinmauern eignen sich Dämmplatten mit integriertem Unter­grund-Ausgleich (UdiIn Reco). Die 4 cm dicke Putzträgerplatte wird durch eine elastische Holzfasermatte ergänzt. Mit ihr lassen sich Unebenheiten von bis zu zwei Zentimetern ausgleichen. Die Ensfelders montierten die 100 mm starken Platten mit Hilfe patentierter Stelldübel in Eigenarbeit. Der dazugehörige Teller drückt die Platten in die richtige Position. So gedämmt beträgt der U-Wert 0,354 W/m²K. Zuvor lag der Wert bei 1,712 W/m²K.

Für das Fachwerk im Obergeschoss war ein dreiteiliger Wandaufbau nötig: Die Basis bildet ein 10 cm dicker Holzfaserdämmstoff (UdiFlex) mit Klemmwirkung für die Fachwerkausfachungen. Die Dampfbremse UdiSteam soll zudem verhindern, dass im Winter warme Luft nach außen strömen kann. Komplettiert wird das System durch die 4 cm starke Putzträgerplatte UdiSpeed. Auch der mineralische Mörtel (Udi Grundspachtel) ist atmungsaktiv und schimmelresistent. Bei der Wandgestaltung entschieden sich Frau und Herr Ensfelder für einen farblich naturbelassenen Lehmfeinputz. Unterm Strich gelang es mit dieser Lösung, den U-Wert von zuvor 1,59 W/m²K auf 0,24 W/m²K zu senken.

Das Kreuzgewölbe im Erdgeschoss ist heute der Mittelpunkt des Hauses. Küche, Wohn- und Esszimmer gehen in dem 100 m² großen Raum nahtlos ineinander über. Für ein behagliches Raumklima sorgt die Holzfaserdämmung in Kombination mit einer Fußbodenheizung.

„Wir haben unser Ziel erreicht“, bilanziert Jens Ensfelder. Das 400 Jahre alte Gehöft weist heute bei einem wohngesunden Raumklima Werte wie ein Niedrigenergiehaus auf.

Weitere Informationen zu Innendämmsystemen können per E-Mail an UdiDämmsysteme angefordert werden.

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