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12. Kolloquium der Trinkwasserspeicherung: Neue Regeln und Praxislösungen für Trinkwasserbauwerke

(23.07.2026) Die Fachvereinigung Schutz und Instandsetzung von Trinkwasserbehältern (S.I.T.W.) lädt am 30. September 2026 zum 12. Kolloquium der Trinkwasserspeicherung nach Münster ein. Im Atlantic Hotel können Fachleute aus Wasserversorgung, Planung, Bau, Betrieb, Instandhaltung, Verwaltung und Gesundheitsämtern aktuelle Entwicklungen rund um Trinkwasserbauwerke diskutieren. Im Fokus sollen neue gesetzliche Vorgaben, technische Regelwerke sowie Erfahrungen aus der Praxis stehen. 

Das 12. Kolloquium der Trinkwasserspeicherung bringt Fachleute aus Wasserversorgung, Planung, Bau und Instandhaltung zum Austausch nach Münster. (Bild: Rita Jacobs / S.I.T.W.) 

Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblatts W 300

Ein Schwerpunkt des Kolloquiums ist die Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblatts W 300. Dr.-Ing. Melanie Merkel (bsm² PartGmbB) informiert über den aktuellen Stand der Überarbeitung und erläutert, welche Änderungen sich künftig für Planung, Bau und Instandsetzung von Trinkwasserbauwerken ergeben. Ergänzend stellt Juliane Mohaupt vom Umweltbundesamt die zukünftigen Anforderungen an Materialien vor, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen, und zeigt deren Auswirkungen auf Bauprodukte und Sanierungsmaßnahmen auf.

Schadstoffe, Qualitätssicherung und Digitalisierung

Ein weiterer Themenblock widmet sich dem Umgang mit Schadstoffbelastungen in bestehenden Trinkwasserbauwerken. Dr. Petra Arens von der Materialprüfungs- und Versuchsanstalt Neuwied erläutert die Erkennung und Bewertung entsprechender Belastungen sowie die daraus resultierenden Anforderungen für Betreiber und Planer. Über die Qualitätssicherung bei der Instandsetzung nach DVGW W 300-4 referiert Dipl.-Ing. Jan Rassek, Geschäftsführer der w+s bau-instandsetzung GmbH und 1. Vorsitzender der S.I.T.W. Darüber hinaus werden digitale Verfahren zur Bauwerkserfassung vorgestellt. Mario Wettengel und Dipl.-Ing. Thilo Bach zeigen Chancen und Grenzen moderner digitaler Dokumentationsmethoden in der Praxis auf.

Praxisberichte aus Planung und Sanierung

Neben den regulatorischen Themen stehen Erfahrungsberichte aus realen Projekten auf dem Programm. Jan Reißel und Dipl.-Ing. Thomas Huth berichten über besondere Herausforderungen bei Planung und Bau von Trinkwasserbehältern. Michael Brunschön (SWO Netz GmbH) und Dipl.-Ing. Martin Hobl (GUV GmbH) stellen die beton- und anlagentechnische Sanierung des Wasserwerks Wittefeld vor. Den Abschluss des Vortragsprogramms bildet Prof. Dr. med. Dr. h. c. Martin Exner mit einem Fachbeitrag zur Weiterentwicklung der Hygieneanforderungen im Trinkwasserbereich. Ergänzt wird die Veranstaltung durch eine Fachausstellung mit Produkten und Dienstleistungen rund um die Betoninstandsetzung sowie zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch.

Die Fortbildungsanerkennung bei der Ingenieurkammer Nordrhein-Westfalen ist beantragt. Anmeldungen sind online möglich.

 

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