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Europäischer Architekturpreis „Energie + Architektur“ 2013 entschieden

(13.1.2013) Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat den Gewinner des Europäischen Architekturpreises „Energie + Architektur“ gekürt. Der von der Interes­senvertretung des deutschen Heizungsbauerhandwerks in Kooperation mit dem BDA zum dritten Mal vergebene Preis geht an die bogevischs buero architekten und stadt­planer gmbh. Das Architektenbüro aus München überzeugte die Jury unter Leitung des BDA-Präsidenten Michael Frielinghaus mit der Planung eines energieeffizienten Woh­nungsbauprojektes am Westrand von Ingolstadt.

„Elegant werden die technischen Einrichtungen zur Energiegewinnung mit der Archi­tektur verwoben und erzeugen somit ein identitätsstiftendes und nachhaltiges Ge­samtbild im öffentlichen Raum“, lautet eine der Begründungen für die Preisvergabe der Jury. Die Wohnanlage in Ingolstadt ist ein Pilotprojekt des öffentlich geförderten Woh­nungsbaus. Der sparsame und effiziente Umgang mit Energie zeigt sich hier vor allem in der Wärmeversorgung, die vorrangig über Solarkollektoren gedeckt wird. Mit einer Gesamtfläche von 850 m² stehen sie auf den Dächern der Wohnhäuser und prägen als so genannte „Energiebügel“ das Erscheinungsbild der gesamten Anlage.

Der ZVSHK will mit dem von ihm ausgeschriebenen Architekturpreis die immer bedeut­samer werdenden Zusammenhänge von Gestaltung, Planung und Ausführung energe­tischer Bauvorhaben aufzeigen. „Unser Europäischer Architekturpreis dokumentiert die Möglichkeiten einer eigenständig praktizierten Energiewende von unten. Eine Vielzahl an Einreichungen hat beispielhaft nachgewiesen, wie private und gewerbliche Bau­herren, wie Investoren und wie – indirekt – selbst Mieter Effizienzsteigerungen und Ener­gieeinsparungen in neuen oder sanierten Gebäuden realisieren können“, betonte ZVSHK-Präsident Manfred Stather bei der Preisverleihung in Berlin.

Architekten aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Öster­reich haben sich mit insgesamt 57 Objekten für die Teilnahme beworben. Neben dem Gewinner wurden weitere fünf Arbeiten mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Erstmalig erhalten weitere sechs Einreichungen eine Anerkennung und Urkunde. Die insgesamt zwölf von der Jury hervorgehobenen Objekte bilden das Thema energetisches und nachhaltiges Bauen über nahezu die gesamte relevante Gebäudetypologie ab, vom Wohnhausneubau über Schul-, Kultur- und Verwaltungsbauten bis hin zum Wohnungs­bau und gewerblich genutzten Gebäuden.

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