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Brückenbaupreis 2018: Sechs Brücken im Finale


  

(16.11.2017) Die Jury des Deutschen Brückenbaupreises hat aus insgesamt 29 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen in den beiden Wettbewerbskategorien Straßen- und Eisenbahnbrücken sowie Fuß- und Radwegbrücken jeweils drei Brücken für den Deutschen Brückenbaupreis 2018 nominiert.

Nominierungen in der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken

Lahntalbrücke Limburg, Hessen

Kommentar der Jury: Die neue Lahntalbrücke wird für den Deutschen Brückenbaupreis nominiert, weil sie sich zwischen Limburger Dom und einer markanten Bahnbrücke elegant behauptet und zugleich dezent in die Umgebung einfügt.


Foto © Eva Bartussek / Mario Andreya / Konstruktionsgruppe Bauen

Der Ersatzneubau ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie traditionelle Ingenieurbaukunst gepaart mit neuen Ideen ästhetische Qualität mit kostengünstiger Herstellung verbinden kann.

Pilotbauwerk Greißelbach, Oberpfalz

Kommentar der Jury: Das Pilotbauwerk Greißelbach demonstriert in kleinem Maßstab (Luftbild © Firmengruppe Max Bögl), wie durch modulares Bauen mit Fertigteilen nachhaltige Konstruktionen schnell und wirtschaftlich realisiert werden können. Damit sei das innovative Pilotprojekt wegweisend für den effizienten Ersatz einer alternden Verkehrsinfrastruktur:


Foto © Firmengruppe Max Bögl

Bleichinselbrücke, Heilbronn

Kommentar der Jury: Die Bleichinselbrücke wurde nominiert, weil sie in idealer Weise die Anforderungen an ein schönes, wartungsarmes und preiswertes Bauwerk erfüllt. Sie passt sich sensibel in ihr städtisches Umfeld ein und erzielt mit ihrer modernen Formensprache dennoch einen hohen Wiedererkennungswert:


Foto © Ingolf Pompe / schlaich bergermann partner

Nominierungen in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken

Isarsteg Nord, Freising

Kommentar der Jury: Der Isarsteg Nord in Freising wurde nominiert, weil er sich mit seiner skulpturalen Gestalt in Verbindung mit einer hohen Schlankheit und der Patina des für das integrale Rahmentragwerk verwendeten wetterfesten Stahls organisch in die Auenlandschaft der Isar einfügt.


Foto © Oliver Jaist / Bergmeister Ingenieure

Hennebergbrücke, Braunschweig

Kommentar der Jury: Die Hennebergbrücke hat durch ihre Leichtigkeit, zurückhaltende Gestaltung und konstruktive Konsequenz überzeugt. Die schlanke Stahlbalkenbrücke ist bis ins Detail sorgfältig gearbeitet und ihrem Umfeld angepasst. Die Fugen- und lagerlose Konstruktion macht das Bauwerk langlebig und wartungsarm:


Foto © Daniela Nielsen / Stadt Braunschweig

Schaukelbrücke im Park an der Ilm in Weimar

Kommentar der Jury: Die Instandsetzung der historischen Schaukelbrücke ist nominiert worden, weil sie ein gelungenes Beispiel dafür ist, wie historische Tragwerke für die Zukunft gesichert, in ihrer Funktion erhalten und weitgehend unverändert für eine Nutzung auch nach heutigen Maßstäben ertüchtigt werden können.


Foto © Alexander Burzik / Klassik Stiftung Weimar

Die Jury zeigte sich in diesem Jahr besonders erfreut darüber, dass wieder mehr kleinere Brücken zum Wettbewerb eingereicht wurden. „Damit werden Bauwerke in den Mittelpunkt gerückt, die in unserem Leben eine große Rolle spielen, weil oft gerade die kleinen Brücken in vielen Städten und Gemeinden entscheidend sind für Attraktivität und Bürgerfreundlichkeit“, erklärte Prof. Dr. Manfred Curbach als Juryvorsitzender. „Die eingereichten Vorschläge waren durchweg von hoher Qualität. Mit der Auswahl der besten drei Brücken aus jeder Kategorie hatte die Jury somit erneut schwierige Entscheidungen zu treffen“.

Aus den nominierten Bauwerken wählt die Jury bei ihrer zweiten Sitzung Anfang 2018 die beiden Siegerbrücken aus. Bis zur Preisverleihung am 12. März 2018 in Dresden bleiben die Preisträger geheim.

Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI vergeben den Preis im kommenden Jahr zum siebten Mal. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Preis und hat erneut die Schirmherrschaft übernommen.

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