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Lärmmess-Apps empfehlen sich nicht!


  

(24.4.2018) Lang nicht alle Apps für Smartphones halten, was ihre Beschreibungen in den App-Stores versprechen - und das soll insbesondere für die mehr als 100 Apps zum Messen von Umgebungslärm gelten: Für richtige Lärm-Messungen sind diese Lärm-Apps - oder besser: Lärmmess-Apps - keinesfalls geeignet, betont das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) anlässlich des Tages gegen den Lärm am 25. April. Wer Lärmwerte exakt bestimmen müsse, sollte in jedem Fall Fachleute hinzuziehen.

„Gehörschädigender Lärm beginnt ab einem Pegel von 85 dB(A), der täglich über acht Stunden anhält“, erinnert Dr. Florian Schelle, Lärmexperte im IFA. Die Lärmmess-Apps seien allerdings nicht geeignet, zu bestimmen, ob laute Geräusche - egal wo - tat­säch­lich über oder unterhalb dieser gesundheitsgefährdenden Grenze liegen. Der Grund hierfür ist einfach: Smartphones filtern bestimmte Frequenzen im Geräuschspektrum, damit vor allem Sprache gut verstanden und Umgebungsgeräusche weitestgehend ausgeblendet werden. Diese Filterfunktion kann sich zudem mit jedem Handyupdate ändern.

Schelle betont: „Für eine erste, sehr grobe Einschätzung im privaten Rahmen mag die App auf dem Handy sinnvoll sein. Wenn es aber darum geht, exakt über die Höhe von Lärmbelastungen zu entscheiden, raten wir von Lärm-Apps dringend ab.“ Wird im privaten Bereich eine verlässliche und damit gerichtsfeste Lärmmessung benötigt, empfiehlt sich der Gang zur Fachstelle. Der Lärmexperte des IFA rät: „Beauftragen Sie im Zweifelsfall spezielle Ingenieurbüros oder suchen Sie nach öffentlich bestellten Gutachtern über die Industrie- und Handelskammern. Gibt es am Arbeitsplatz Probleme mit Lärm, wenden Sie sich an Ihre Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.“

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