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Künstliche Intelligenz verändert die Energiebranche

(18.6.2018) Wie lässt sich der bei Wind im Norden und bei sonnigem Wetter im Süden produzierte Strom dorthin bringen, wo er benötigt wird? Wie kann der Energieverbrauch besser vorhergesagt werden? Und wie kann der Stromverbrauch in Unternehmen und Haushalten so an das Stromangebot angepasst werden, dass die Verbraucher von der Anpassung im Idealfall gar nichts bemerken?

Die Energiebranche steht vor der Herausforderung, nach der ökologischen Energiewende jetzt die digitale Energiewende zu meistern. De Bundesbürger gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz (KI) dabei eine wichtige Rolle spielen wird. So halten zwei Drittel (68%) eine automatisierte Energieversorgung auf Basis computergestützter Bedarfsanalysen für sinnvoll. 89% der Befragten sehen die Chance einer Reduzierung des Energieverbrauchs durch automatisierte und selbstlernende Heizsysteme. „In der öffentlichen Wahrnehmung geht es in der Energiepolitik vor allem um die Erzeugung: Atom- und Kohlekraftwerke versus Windräder oder Solaranlagen. Die zentrale Herausforderung liegt allerdings darin, ein optimales Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netz und Speichern herzustellen - und das wird nur mit digitalen Technologien gelingen", sagt Robert Spanheimer, Referent Smart Grids beim Digitalverband Bitkom.

„Künstliche Intelligenz kann uns dabei helfen, aus den vielen zur Verfügung stehenden Daten Schlüsse zu ziehen, aber auch in Haushalten und Unternehmen den Energieverbrauch ohne unser Zutun und ohne Komforteinbußen zu reduzieren.“ So wird man in Zukunft der Heizung nicht mehr einprogrammieren müssen, wann das Badezimmer warm sein soll, sondern die Steuerung lernt unsere Gewohnheiten kennen und steuert dann automatisch den Temperaturverlauf.

Welche Rolle digitale Technologien wie KI, Big Data oder Blockchain, aber auch digitale Plattformen und Smart Grids für das Energiesystem der Zukunft spielen, war u.a. Thema der Digital Energy Conference, die Bitkom am 7. Juni in Berlin veranstaltet hat. Dort kamen mehr als 200 Entscheider aus Energie- und Digitalwirtschaft sowie Startups mit Wissenschaftlern und Politikern zusammen.

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