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Nachrüstbares „Dynamisches Durchsturz-Sicherungssystem“ für Lichtkuppeln neu von JET

(25.9.2018) Einen neuen Sicherheitsansatz hat die JET-Gruppe mit ihrem „JET-LK-DDS“ geschaffen. Das „Dynamische Durchsturz-Sicherungssystem“ für Lichtkuppeln wird auf Höhe der Absturzkante innenliegend im oberen Bereich des Aufsetzkranzes angebracht. Damit bietet es auch bei geöffnetem Tageslichtelement – also beispielsweise bei der Wartung von RWA-Anlagen - einen permanent und kollektiv wirkenden Schutz gegen Durchsturz. Die Besonderheit des neuen Systems ist ein zum Patent angemeldetes Prüfverfahren als Teil der Installation. Dieses ermöglicht im Falle einer Nachrüstung eine objektive Beurteilung der Tragfähigkeit der Unterkonstruktion, also des bestehenden Lichtkuppel-Aufsetzkranzes.

Das „JET-LK-DDS“ verfügt über ein abgerundetes Quadrat-Gitter-Design, welches einerseits durch sein Absorptionsvermögen von Fallkräften hohe Anforderungen an den Schutz von Personen erfüllt und andererseits die Tragkonstruktion schonen soll. Zudem wird eine gefälligere Optik erreicht.

Darüber hinaus umfasst das Durchsturz-Sicherungssystem ein flexibles Verbindungskonzept, welches dank einer berufsgenossenschaftlich geprüften und zertifizierten Untergrundbeurteilung qualifizierte Aussagen über die aktuelle und fortlaufende Tragfähigkeit des vorhandenen Aufsetzkranzes ermöglicht. Dies ist gerade bei Unterkonstruktionen aus beispielsweise GFK ein bemerkenswerter Meilenstein in Richtung Sicherheit: Denn bei der Nachrüstung in einem bestehenden Aufsetzkranz besteht die Gefahr, dass dieser nach jahrelangem Einsatz spröde geworden sein und möglicherweise keinen ausreichenden Halt mehr bieten könnte. Um in diesem Kontext ein Höchstmaß an Sicherheit zu schaffen, hat die JET-Gruppe nun besagte, zum Patent angemeldete, Tragfähigkeitsprüfung entwickelt: Diese ermöglicht eine herstellerneutrale Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit des bestehenden Aufsetzkranzes. Der Sicherungsprozess umfasst fünf wesentliche Schritte:

  1. Auf Grundlage aktueller Vorschriften und Regeln findet zunächst eine Gefährdungsbeurteilung statt.
  2. Werden Risiken für Verkehrswege oder Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe von Lichtkuppeln identifiziert, erfolgt in Schritt zwei die Tragfähigkeitsuntersuchung der Unterkonstruktion, also des Aufsetzkranzes.
  3. Bei ausreichender Tragfähigkeit wird das JET-LK-DDS nachgerüstet.
  4. Im vierten Schritt erfolgt die technische Abnahme durch erneute Untergrundbeurteilung.
  5. Im letzten Schritt wird die Montage dokumentiert und steht als Ist-Bewertung für fortlaufende Beurteilungen zur Verfügung.

Eigentum verpflichtet zum Handeln

Zur Erinnerung: Bei der Planung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen für Verkehrswege und Arbeitsplätze im Bereich des Dachrandes haben technische Schutzmaßnahmen - permanent und kollektiv wirkend - Vorrang gegenüber persönlichen oder organisatorischen Maßnahmen. Dies bestätigen auch die Forderungen verschiedener Regelwerke, wie der Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A2.1; siehe PDF von BauA) oder der gerade aktualisierten DIN 4426:2017–01. So definieren die ASR A2.1 eine genaue Rangfolge der Schutzmaßnahmen gegen Absturz. Absteigend nach Wirksamkeit ergeben sich:

  • die Absturzsicherung,
  • die Auffangeinrichtung und
  • die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA).

Die bevorzugte und laut ASR - sofern möglich - stets zu verwendende Schutzmaßnahme ist die Absturzsicherung. Das ist eine „zwangsläufig wirksame Einrichtung, die einen Absturz auch ohne bewusstes Mitwirken der Beschäftigten verhindert“ (ASR A2.1 Pkt. 3.5). Untermauert wird dies auch durch die DIN 4426:2017-01. Diese formuliert entsprechende sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege. Sie versteht sich dabei als Grundlage für eine auf dem Stand der Technik basierende Planungsvorgabe projektbezogener Sicherungssysteme für die Instandhaltung baulicher Anlagen und für die Ausschreibung und Ausführung von Bauleistungen.

Daraus resultiert gerade für Unternehmer und Betreiber von Immobilien jeglicher Art eine besondere Verantwortung im Facility Management, um insbesondere Personenschäden und eine daraus mögliche persönliche strafrechtliche Haftung zu vermeiden. Mit dem Durchsturz-Sicherungssystem JET-LK-DDS schafft die JET-Gruppe hierfür eine Lösung, die auch im Falle von Bestandsgebäuden eine hohe Prozesssicherheit bietet.

Weitere Informationen zum „Dynamischen Durchsturz-Sicherungssystem JET-LK-DDS“ können per E-Mail an JET angefordert werden.

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