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Photovoltaik-Geschäftsklima auf Allzeithoch und Solarthermie optimistisch

(24.11.2019) Der vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) erhobene Photovoltaik-Geschäftsklimaindex befindet sich auf einem Allzeithoch: „Die vom Bundeskabinett im Klimaschutzpaket beschlossene Abschaffung des 52-Gigawatt-Förderdeckels sorgt für Zuversicht. Die Unternehmen verlassen sich darauf, dass die Marktöffnung für Solardächer wie versprochen noch in diesem Jahr erfolgt. Wir erwarten eine schnelle Anhebung der Photovoltaik-Ausbauziele und Zielkorridore im Erneuerbare-Energien-Gesetz“, erklärte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig anlässlich der diesjährigen BSW-Mitgliederversammlung in Berlin.

Zur Erinnerung: Die Bundesregierung hatte im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms beschlossen, bis zum Jahr 2030 die installierte Solarstromleistung auf rund 100 GW zu verdoppeln. Nach übereinstimmender Auffassung des Branchenverbandes und von Marktforschern müsste diese Marke aber bereits Mitte der 2020er Jahre erreicht werden. Nur so könne eine Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstiegs vermieden werden, ohne die Klimaschutzziele weiterhin zu verfehlen. Dies sollte auch deshalb möglich sein, weil die Solartechnik in der Bevölkerung hohe Akzeptanzwerte genießt und inzwischen auch vergleichsweise preiswert geworden ist.

Ergänzende BSW-Wünsche an die Bundesregierung

Der BSW forderte vor diesem Hintergrund die Bundesregierung auf, zur Umsetzung angemessenerer Ausbauziele schnell weitere Marktbarrieren abzubauen. Seit Jahren ganz vorne auf der Wunschliste der Unternehmer: die Streichung der anteiligen EEG-Umlage auf selbst verbrauchten oder direkt gelieferten Solarstrom für Miet- und Gewerbequartiere. „Die Diskriminierung solarer Selbst- und Direktversorger muss jetzt beendet werden“, fordert Herr Körnig sehr plakativ.

Optimismus auch in bei der Solarthermie

Die Klimaschutzpläne der Regierung sorgen auch im Bereich der Solarwärme für Optimismus. „Wichtig ist auch hier, Ankündigungen wie zum Beispiel die Abwrackprämie für Ölheizungen oder die steuerliche Förderung von Solarheizungen schnell umzusetzen, damit geplante Investitionen nicht hinausgezögert werden“, so der BSW-Hauptge­schäfts­führer. „Es ist höchste Zeit, dass auch in den Wärmesektor mehr Modernisierungsdynamik kommt und das große Potenzial der Solarthermie in der Raum-, Prozess- und Fernwärme deutlich stärker genutzt wird.“

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