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Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel und Ziegel Zentrum Süd aufgelöst, BVZi übernimmt


Thomas Bader (Foto ©  Leipfinger-Bader)
   BVZi-Präsident Stefan Jungk
Stefan Jungk (Foto © BVZi)
  

(3.2.2021) Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie (BVZi) hat seine Strukturen umfassend neu strukturiert: So wurden die Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel e.V. (AMz) sowie das Ziegel Zentrum Süd e.V. (ZZ Süd) zum 31.12.2020 aufgelöst, und deren Funktionen und Aufgaben sind mit Beginn des Jahres auf den Bundesverband übergegangen. Dieser vertritt auch zukünftig die übergeordneten Themenfelder der gesamten Dach- und Mauerziegelindustrie.

Anstelle der aufgelösten Vereine wird eine neue Fachgruppe Hintermauerziegel unter Vorsitz von Thomas Bader, geschäftsführender Gesellschafter der Ziegelwerke Leipfinger-Bader, die Tätigkeiten in diesem Bereich koordinieren. Damit sind jetzt sämtliche Produktgruppen unter dem Dach des Verbandes zusammengefasst. Daneben wird die Hochschularbeit vom ZZ Süd in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen nun bundesweit ausgerichtet und von den Standorten München und Berlin aus bearbeitet.

„Wir definieren unsere Rolle als wichtiger Akteur in einem tiefgreifenden Transformationsprozess hin zur Klimaneutralität“, sagte BVZi-Präsident Stefan Jungk in seinem Statement zur Neuaufstellung. „Jetzt heißt es, Ärmel hochkrempeln, um unser vielseitiges Potenzial als Industrie noch besser zu nutzen. Mehr Geschlossenheit, eine schlanke Struktur, die Bündelung von Aufgaben und deren zentrale Steuerung sichern langfristig sowohl die Marktposition von Ziegelprodukten als auch eine agile politische Interessenvertretung“, betonte Herr Jungk.

Im Superwahljahr 2021 gelte es, wichtige und für die kommenden Jahre entscheidende Pflöcke zu setzen. Es gehe um Nachhaltigkeit in ihrer ganzen Komplexität ...

  • von mehr Ressourceneffizienz bis zur Dekarbonisierung der Produktion,
  • von geschlossenen Stoffkreisläufen bis zur verarbeitungsfreundlichen Anwendung der Produkte auf der Baustelle und
  • schlussendlich bis zu bezahlbarem Bauen und sozialverträglichem Wohnen.

„Der gesamtgesellschaftliche Fokus auf dem Klima- und Umweltschutz sowie das Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft erfordern die sukzessive Entwicklung neuer technischer Regeln und werden zu neuen Konstruktionen und Baustoffkombinationen führen. Mit gemeinsamer Forschung, intensiver Verbandskommunikation und fachspe­zi­fisch-politischer Interessenvertretung werden wir Ziegler diese Prozesse proaktiv gestalten und vorantreiben. Die Komplexität der Aufgaben nimmt zu und erfordert unser ganzheitliches Herangehen“, erläuterte Thomas Bader. „Die Bandbreite der Themen, mit denen wir uns beschäftigen, reicht von energieeffizienten Prozessen bei der Herstellung über das CO₂-Monitoring bis zur Wohngesundheit.“

Die Agenda für 2021 ist anspruchsvoll. So sollen unter anderem die Anwendungstechnik unterstützt, neue Forschungsansätze für moderne Gebäude aus Ziegelmauerwerk mit niedrigem Treibhauspotenzial (GWP) in der Errichtung und hohem Recyclingpotenzial entwickelt sowie der Ausbau Synergien auslösender Kooperationen vorangetrieben werden.

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