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Infotour Solarwärme gestartet

  • Noch bis Ende Juli informiert das Infomobil in 30 Städten Deutschlands über Solarwärmeanlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung

(19.5.2005) Von Hamburg bis Lörrach, von Dortmund bis Neubrandenburg: Das Infomobil der Aktion WÄRME VON DER SONNE ist "on tour". Bis Ende Juli macht die Tour in insgesamt 30 Städten Deutschlands halt und informiert Bauherren und Hausbesitzer über Solarwärmeanlagen zur Dusch- und Trinkwassererwärmung sowie zur Heizungsunterstützung. In einer mobilen Ausstellung erhalten Interessenten erste Informationen über Planung und Funktionsweise von thermischen Solaranlagen. Für detaillierte Fragen, zum Beispiel zur Finanzierung oder Integration der Technik in Alt- und Neubauten, stehen Fachleute der beteiligten Solarfirmen und Handwerksbetriebe zur Verfügung. Als Highlight jeder Veranstaltung wird eine Solarwärmeanlage im Wert von rund Euro 4.000 verlost. Die Anlagen werden von den beteiligten Solarfirmen gesponsert.

Von Oederan nach Fürth

Start der Infotour war der Tag der Erneuerbaren Energien am 30. April im sächsischen Oederan. Hier war das Infomobil Teil eines Umweltmarktes am jährlich stattfindenden Tschernobyl-Gedenktag. Stolzer Gewinner der ersten verlosten Solarwärmeanlage war eine mehrköpfige Familie aus der Region. Von Oederan ging es weiter nach Fürth in Bayern. Hier hatten am 10. Mai die Solarstadt Fürth und das gemeinnützige Solarenergieinformationszentrum Solid zur Auftaktveranstaltung "Sonnige Wärme für Franken" in die Stadthalle eingeladen. Solid ist eine von 30 Solarinitiativen, die an der bundesweiten Solarwärmekampagne "Wärme von der Sonne" teilnehmen. Vom 23. April bis 18. Juni finden in der "Metropolregion" Nürnberg, Fürth und Erlangen zahlreiche Veranstaltungen statt, die die Bürger zur verstärkten Solarwärmenutzung motivieren sollen.

Sonnige Wärme für Franken

Für die fünfstündige Veranstaltung am 10. Mai konnten die Veranstalter Franz Alt als Referenten gewinnen. Für seine Feststellung, dass "schon Jesus Umweltfreund war", erhielt der Journalist und Buchautor minutenlangen Applaus. Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarindustrie (BSi), der die Kampagne gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU) initiierte und koordiniert, informierte über den Hintergrund der Solarwärmekampagne. Nürnbergs Umweltbürgermeister Klemens Gsell nutzte die Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme der installierten Solarstrom- und Solarwärmeanlagen. "Rund 1.000 Hektar oder 1.500 Fußballfelder Sonnenkollektoren und Solarstrommodule sind in der Region installiert", wusste er zu berichten. "Dies sind allerdings maximal 4 Prozent der Gesamtfläche auf Ein- und Zweifamilienhäusern." Da die meisten Anlagen von der heimischen Industrie gebaut würden und somit ein großes Potenzial für die regionale Wirtschaft darstellten, müsse der Wissensstand in der Bevölkerung dringend verbessert werden, appellierte der Vertreter der Stadt. Außerdem gäbe es in Mittelfranken rund 50.000 Heizkessel, die in den nächsten Jahren erneuert werden müssten und die durch regenerative Energietechniken ersetzt werden könnten.

Johann Gerdenitsch, Solarbeauftragter der Stadt Fürth, zeigte sich mit der derzeitigen Situation nicht unzufrieden. In der Kategorie "Orte über 100.000 Einwohner" der Solarbundesliga befindet sich Fürth hinter Freiburg und Ulm auf Platz 3. Gerdenitsch stellte Beispiele von Neubaugebieten vor, in denen bereits jedes vierte Haus eine Solaranlage besitzt. Dennoch gäbe es noch ein großes Potenzial: Von 22.000 Dächern seien 8.000 für eine Solarstromanlage und damit auch für eine Kombianlage geeignet, gab er das Ergebnis einer Untersuchung wieder. Abgerundet wurde der Abend durch das "Energiereiche Kabarett" des Nürnberger Kabarettisten Bernd Regenauer.

Mittelfränkisches Solarwärme-Bündnis

Zu dem mittelfränkischen Solarwärme-Bündnis haben sich die Städte Fürth, Nürnberg, Erlangen und Schwabach, die Handwerkskammer, die SHK-Innungen, die Dachdecker-Innungen und das Solid-Informationszentrum zusammengeschlossen. Mit dabei sind auch das Netzwerk Bau und Energie, der Verein Energieregion Nürnberg, die Sparkasse Fürth sowie zahlreiche Hersteller und Anbieter. In Fürth wurden am Infomobil gleich zwei Solarwärmeanlagen verlost. Die glücklichen Gewinner waren ein Architekt und eine Hausbesitzerin. Informationen über weitere Veranstaltungen in der Energieregion Mittelfranken gibt es im Internet unter www.solid.de.

Hanau, Heppenheim und Wittenberge

Nächste Stationen des Infomobils sind der 20. Mai in Hanau, die "Fiesta del Sol" am 21./22. Mai in Heppenheim und der 25. Mai in Wittenberge. Vom 26. bis 28. Mai informiert das Solarwärme-Team in Neubrandenburg über umweltschonende und Kosten sparende Wärmeerzeugung durch die Sonne.

Termine Organisation PLZ Ort
20.5 Peter Solar und Wärmetechnik GmbH 63452 Hanau
21./22.5 Solar- und Energieberatungszentrum Bergstraße 64646 Heppenheim
25.5 BUND Burg Lenzen 19322 Wittenberge
26.-28.5 energieplus e.V. 17033 Neubrandenburg
31.5 Umwelt-Agendabüro 76275 Ettlingen
2.6 Sonneninitiative e.V. 35041 Marburg
3.6 Stadt Bad Homburg v.d. Höhe 61348 Bad Homburg
4.6 Umweltbehörde Hamburg 20539 Hamburg
5.6 Westerstede Solar e.V. 26655 Westerstede
7.6 Amt für Grünflächen und Umweltschutz 48155 Münster
8./9.6 Stadt Steinfurt 48565 Steinfurt
11.6 Firma Solvis 46483 Wesel
15.6 Stadt Metzingen 72555 Metzingen
17.6 ARGE erneuerbare Energien 14547 Birkhorst
18.6 WendenEnergie e.V. 29451 Dannenberg
20.6 Solarverein Osnabrück e.V. 49084 Osnabrück
23.-25.6 Bundesverband Solarindustrie 79108 Freiburg
27.6 Klimaschutzagentur e.V. 65185 Wiesbaden
29.6 Stadt Dormagen 41540 Dormagen
1.7 Stadt Dortmund 44122 Dortmund
3.7 Kath. Pfarramt Rohrberg 37318 Arenshausen
7.7 DGS/ASK - Sektion Kassel 34121 Kassel
8.7 Stadt Lörrach 79539 Lörrach
9.7 Solarforum Hochschwarzwald e.V. 79843 Löffingen
10.7 Magistrat der Stadt Griesheim 64347 Griesheim
12.7 Stadt Emmendingen 79312 Emmendingen
14.7 KLIBA Heidelberg 69115 Heidelberg
22./23.7 noch keine Angabe 84036 Landshut

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