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Regenwasserversickerung beim Neubau der Fachhochschule Jülich

(2.7.2010) Der 35 Jahre alte Gebäudekomplex der Fachhochschule Jülich am Ginsterweg (Google-Maps) ist in einem schlechten baulichen Zustand und platzt aus allen Nähten. Ein Neubau wurde unumgänglich. Neben Auditorium und dem Gebäude für Natur- und Ingenieurwissenschaften entstehen auf 1.000 m² neue Hörsäle und Seminarräume. Außerdem erhalten die drei Jülicher Fachbereiche der FH Aachen eigene Laborflügel inklusive PC- und CAD-Labore. Um den Campus-Charakter zu unterstreichen, wird auch das Umfeld gestaltet: Das zehn Hektar große Gelände wird zu einer öffentlich zugänglichen Parklandschaft mit Baumreihen und zwei Fußballplätzen. Mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Bauherr wurde der Neubau 2007 in Angriff genommen.

Im Rahmen dieses Projektes wurden insgesamt mehrere 10.000 m² Fläche versiegelt; gleichwohl sollte das komplette Regenwasser auf dem Grundstück versickern können. Versickerungsfähigen Boden gab es allerdings erst auf 10 m unter Geländeoberkante. Für die 13.000 m² Dachfläche wurde die Entwässerung durch eine Kombination aus Gründach, Rigolen mit dem Drain-Max-Tunnelsystem der Firma Intewa aus Aachen, Mulden und Sickerschächte gelöst.


Schnittstelle Rigole Mule (Quelle: Arge Züblin/Bilfinger & Berger, Lammers, Florack, Grafik als PDF-Dokument)

Von dem extensiven Gründach wird das Regenwasser in eine um das Gebäude angelegte Drain-Max-Tunnel-Reihe eingeleitet (350 m Länge, 310 m³ Nettovolumen). Aufgrund der nahezu wasserundurchlässigen Bodenumgebung wirken die Tunnelelemente als Rückhalteelemente. Über sohlgleiche Verbindungsrohre DN300 gelangt das Regenwasser - gedrosselt über DN200-Zuleitungen in offene Mulden. Dort durchläuft es eine belebte Bodenzone, um wieder von Drainagerohren gesammelt zu werden. Von dort wird es über 20 m tiefe Sickerschächte aus DN2000-Schachtringen dem Grundwasser zugeführt. Die Mulden sind so ausgelegt, dass sie das 100-jährige Regenereignis aufnehmen können, bevor es dann zur Versickerung kommt.


Details als PDF-Dokument

Ursprünglich war Kies als Rigolenmedium vorgesehen. Aus Platz- und Kostengründen wurde diese Variante durch das Drain-Max-Tunnelsystem verdrängt. Es besteht aus großvolumigen, leichten Kunststoffschalen zur Speicherung und anschließenden Versickerung von Niederschlagswasser. Die Halbschalen weisen ein Rückhaltevolumen von 100% auf. Im Vergleich zu einer Kiesrigole wird somit weniger als 1/3 des herkömmlichen Bauraumes benötigt. Das Regenwasser kann ungehindert nach unten und durch die Öffnungen der Seitenwände in den Boden versickern. Die Tunnel sind standardmäßig bei geeigneter Überdeckung und Einbautiefe SLW30 belastbar und für jahrzehntelange Haltbarkeit ausgelegt. Infolge der Stapelbarkeit (Bild) ergeben sich die niedrige Transportkosten.

Weitere Informationen zur Regenwasserversickerung können per E-Mail an Intewa angefordert werden.

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