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Marktanreizprogramm befeuert(e) Pelletmarkt

(30.12.2012) Als effektive „Abwrackprämie“ für den Austausch alter fossiler Kessel gegen Pelletfeuerungen hat sich das Marktanreizprogramms (MAP) 2012 bewährt, be­tont Martin Bentele vom Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV). Ihr Einsatz hat nach DEPV-Schätzungen gegenüber dem Vorjahr um rd. 30 Prozent zuge­legt. Die anhaltende Nachfrage mache zuversichtlich, dass diese Dynamik auch 2013 weitergehe. Das MAP wird dann erstmals mit über 400 Mio. Euro ausgestattet sein. „Angesichts dieser Situation weinen wir der endgültigen Absage an eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung ... im Vermittlungsausschuss von Bun­desrat und Bundestag keine Träne hinterher“, betonte Bentele. Das Programm hätte für den Umbau des Heizungsmarktes durch erneuerbare Energien ohnehin kaum Anreize gesetzt - siehe auch Baulinks-Beiträge „Die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist vom Tisch“ vom 16.12.2012 sowie „Aufgestocktes KfW-Pro­gramm für die Gebäudesanierung“ vom 21.12.2012.

Das MAP bezuschusst den Heizungstausch durch eine neue, mit Pellets befeuerte An­lage mit mind. 2.400 Euro. Ergänzt um einen Pufferspeicher gibt es 2.900 Euro; für Kaminöfen mit Wassertasche 1.400 Euro. Der Kombinations- und Effizienzbonus des MAP ermöglicht noch höhere Fördergelder. Das MAP wirkt als „Abwrackprämie“ bis zur Leistungsstufe von 100 Kilowatt (kW), also für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser, sowie für kleinere öffentliche und gewerbliche Objekte des MAP-Teils, der über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert wird - siehe auch „Mehr Fördergeld seit 15.8. für Solarthermie-Anlagen, Biomassekessel und Wärmepum­pen“.

Der Bund unterstützt den Einbau von Pelletkesseln und wassergeführten Pelletkamin­öfen auch 2013 erstmals mit über 400 Mio. Euro, wie der Bundestag mit den Haus­haltsberatungen beschlossen hat. Der DEPV begrüßt die Steigerung des MAP. „Nur wenn die Energiewende auch bei der Wärme stattfindet, sind ehrgeizige Klimaschutz­ziele erreichbar“, so Bentele. Der Austausch einer fossilen Heizung gegen eine moder­ne Holzheizung - wie zum Beispiel mit Pellets - ist diejenige Maßnahme, mit der Ver­braucher die größte Menge CO₂ einsparen können. Das Ende der Diskussion im Ver­mittlungsausschuss über das Gesetz zur steuerlichen Förderung energetischer Gebäu­desanierung war nach Benteles Einschätzung überfällig: „Wir sind froh, dass die End­losdiskussion endlich vorbei ist. Die Deckelung der für den Heizungstausch vorgesehe­nen Summe hätte für erneuerbare Wärme nichts gebracht, sondern wäre alleine neuen fossilen Heizungen zugute gekommen. Das Marktanreizprogramm mit seiner Direktför­derung ist für Verbraucher wesentlich attraktiver“.

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