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Holcim Deutschland meldet schwachen Geschäftsverlauf für 2012

(2.4.2013) Für den Baustoffproduzenten Holcim (Deutsch­land) AG ist das Jahr 2012 in allen Segmenten sehr uner­freulich verlaufen. Insbesondere im zweiten Halbjahr fiel die Nachfrage schwach aus. Die Umsatzerlöse fielen 2012 auf 378 Mio. Euro (Vorjahr 392 Mio. Euro). Alle Bereiche spürten zudem den wachsen­den Kosten- und Preisdruck. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Betriebsergebnis der Unternehmensgruppe um 28,8 Mio. Euro auf minus 29,9 Mio. Euro zurück.

Im Segment „Bindemittel“ lagen die Mengen und das Ergebnis unter den Erwartungen. Im Segment „Zuschlagstoffe“ entwickelten sich die Absätze noch im Rahmen der Er­wartungen, während auch hier der Preisdruck stieg. Zudem belasteten Mehrkosten aus der Winterrevision das Betriebsergebnis. Im Segment „Weitere Baustoffe und Ser­viceleistungen“ - wozu auch die Bereiche Transportbeton und Betonfertigteile gehö­ren - lagen die Absatz- und Ergebnisentwicklungen gleichfalls unter den Erwartungen. „Im Bereich Transportbeton wurden die angestrebten Mengen nicht erreicht und der anhaltende Preisdruck sorgte zudem für ein deutlich schwächeres Betriebsergebnis. Hier wurde zum Jahresende eine tiefgreifende Umstrukturierung eingeleitet, die im zweiten Quartal 2013 größtenteils bereits abgeschlossen sein wird“, sagt Leo Mittel­holzer, Vorstandsvorsitzender der Holcim (Deutschland) AG.

Das laufende Jahr 2013 ist für die Holcim Deutschland Gruppe gleich in mehrfacher Hinsicht ein Jahr des Wandels und des Übergangs. Wie Leo Mittelholzer erklärt, will das Unternehmen „die sich bietenden Chancen aus dem seit 2012 laufenden konzern­weiten Programm zur Stärkung der Markt- und Kostenführerschaft (Holcim Leadership Journey) konsequent nutzen - insbesondere bei der Kundenorientierung, beim Kosten­management und bei der stetigen Verbesserung unserer eigenen Strukturen und Pro­zesse.“ Mittelholzer weiter: „Nach der Reorganisation und Auslagerung des Transport­betongeschäftes auf mittelständisch aufgestellte Joint Ventures wird dieses beispiels­weise künftig flexibler und wettbewerbsfähiger strukturiert sein. An den Gemein­schaftsunternehmen ist die Holcim (Deutschland) AG jeweils zu 50 Prozent beteiligt. Die Betontechnik und das Produktmanagement Beton verbleiben bei Holcim und sichern so die Fachkompetenz und Nähe zur Produktentwicklung. Außerdem werden wir unsere Position als Lösungsanbieter bei großen Infrastrukturprojekten verstärken. Zudem sind Preiserhöhungen für unsere Produkte dringend notwendig, um wieder eine angemesse­ne Verzinsung des Kapitals zu erreichen.“

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