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Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2022 entschieden

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2013
  

(20.10.2022) Die Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2022 stehen fest. Bereits zum zehnten Mal würdigt das Bundeswirtschaftsministerium rohstoffeffizientes Wirtschaften. Die Preisverleihung fand am 19. Oktober im Futurium in Berlin statt.

Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sagte bei der Preisverleihung: „Für Deutschlands Industrie ist eine sichere Rohstoffversorgung sowie ein intelligenter und nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Krisenzeiten, in denen uns die globalen Abhängigkeiten vor Augen geführt werden. Der sparsame und effiziente Einsatz von Rohstoffen ist zudem ein entscheidender Baustein nachhaltiger Entwicklung und eine wichtige Säule des European Green Deals. Die diesjährigen Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises stehen beispielhaft für innovative Leistungen auf diesem Gebiet.“

Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis werden herausragende Beispiele im Bereich rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse ausgezeichnet. Die Nominierungen umfassen branchenübergreifend Technologien zum ressourcenschonenden Einsatz von Rohstoffen. 2022 lag der Fokus auf Verfahren zur Weiterverwendung sowohl einfacher als auch komplexer Restmaterialien, die für die Aufbereitung und Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden.

Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2022

Die eco-softfibre GmbH & Co. KG ersetzt mit ihren Produkten handelsübliche petrochemische Polyurethan-Schaumstoffe, die heute aus Erdöl hergestellt werden. Stattdessen besteht der Weichschaumstoff von eco-softfibre aus Lederfalzspänen, ein (Abfall-)Produkt, das nach dem Gerben entsteht. Das Konzept zum Upcycling soll große Mengen an Polyurethan und damit fossile Rohstoffe einsparen können.

Die Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH vertreibt Verschleißschutz-Beschich­tun­gen, die auf Werkzeugoberflächen aufgebracht werden. Die Jury lobte die Substitution von Wolfram, das vielfach aus Konfliktregionen stammt, durch den Rohstoff Vanadium. Die Beschichtung führt zu einer längeren Nutzungsdauer der Geräte.

Die BBH Baustoff- und Bodenbehandlung Hohenlohe GmbH & Co. KG entwickelte spezielle Aufbereitungsmethoden für gering belastete Böden, durch die sich erhebliche Mengen der Stoffströme wieder als Baustoff in den Baukreislauf zurückführen lassen. Die Methode kann aufgrund der großen Mengen und einer Reduzierung der Deponierung regional bis zu 85% Material einsparen.

Das CARBOrefit-Konsortium entwickelte ein innovatives Verfahren zum Verstärken und Sanieren von bestehenden Bauwerken mit Hilfe des Baustoffs Carbonbeton. Der breite und vielfältige Einsatz beispielsweise in Brücken sowie im Hoch- und Ingenieurbau lässt eine ressourceneffiziente Verlängerung der Lebensdauer von Bestandsbauwerken zu.

Die Fachhochschule Südwestfalen entwickelte eine Anwendung von Zinkknetlegierungen (ZEP) bei Umformprozessen. Die neue leichte, bleifreie Knetlegierung auf Zinkbasis kann als Ersatz für Messing und andere Kupferlegierungen beim Walzen, Pressen, Ziehen oder Schmieden eingesetzt werden. Die Entwicklung, mit der eine verbesserte Energieeffizienz und CO₂-Bilanz erreicht wird, ist aufgrund seiner Materialeigenschaften und der Beteiligung verschiedener Branchen innerhalb des Industrie-Konsortiums breit anwendbar.

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