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Sonnige Aussichten für Solarthermie

(27.4.2021) Nach einem Absatzplus von 26% im vergangenen Jahr erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) für 2021 ein weiteres Anziehen der Solarthermie-Nachfrage: Im ersten Quartal 2021 setzten die Hersteller von Solarkollektoren gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum 23% mehr Kollektoren ab. Aus Ursache dafür gelten ...

  • ein gewachsenes Klimabewusstsein in der Bevölkerung,
  • die Einführung eines CO₂-Preises auf fossile Energieträger sowie
  • verbesserte Förderangebote für die Solarwärme.

Insgesamt wurden in Deutschland nach BSW-Angaben inzwischen rund 2,5 Millionen Solarwärme-Anlagen installiert.

Zur Umsetzung der jüngst auf europäischer Ebene vereinbarten Klimaschutz-Ver­schärfungen seien (nicht nur) nach BSW-Einschätzung jedoch deutlich stärkere Anstrengungen erforderlich. Die „Solarisierung“ des Wärmesektors müsse bis zum Jahr 2030 mindestens verdreifacht werden, auf dann 45 Gigawatt. Die dafür notwendige Versiebenfachung(!) der jährlich installierten solaren Heizleistung könne nur erreicht werden, wenn der Einsatz von Solarkollektoren nicht nur im Eigenheimsektor zusätzlich zur Photovoltaik weiter verbreitet werde, sondern auch im Bereich der Fern- und Prozesswärme zu einem leicht skalierbaren Geschäftsmodell werde - siehe auch Beitrag „Aktuelle BDEW-Studie zu grüner Fernwärme“ vom 13.4.2021.

Trotz erheblich verstetigter Förderung - siehe z.B. Beitrag „BAFA-Zuschuss seit 2021 auch für austauschpflichtige Heizungen - dank BEG“ vom 12.4.2021 - forderte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig anlässlich der Eröffnung des diesjährigen Symposiums „Solarthermie und Innovative Wärmesysteme“: „Die Bundesregierung muss endlich den Solarturbo zünden. Dafür braucht es ein ganzes Bündel zusätzlicher energiepolitischer Maßnahmen.“ Neben dem „Abbau von Marktbarrieren“ zähle dazu ein „intelligenter Mix aus Fordern und Fördern“.

Nach Auffassung der im BSW organisierten Solarunternehmen sei u.a. die Anhebung der CO₂-Mindestpreise im Wärmesektor und die Einführung solartechnischer Mindeststandards im Falle der Heizungssanierung vorrangig. Diese Maßnahmen müssten durch hinreichend und unterbrechungsfrei ausgestattete Förderprogramme flankiert und sozial abgefedert werden. Zur Skalierung der Solarwärmenutzung in der Fern- und Prozesswärme sowie zur Errichtung saisonaler Wärmespeicher müssten zudem schnell geeignete Investitionsprogramme aufgelegt werden. Die bereits seit längerem in Aussicht gestellte Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) müsse noch in diesem Frühjahr gestartet werden, könne aber nur der Einstieg in die Solarisierung deutscher Innenstädte sein. Wichtig sei schließlich eine Nachwuchs- und Qualifizierungsinitiative im SHK-Handwerk, so BSW-Hauptgeschäftsführer.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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