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Charta für Holz 2.0: „Kennzahlenbericht 2021 Forst & Holz“ erschienen

Kennzahlenbericht 2021 Forst & Holz
  

(3.7.2022) Die Klimakrise hat die Wälder mit Hitze, Dürren, Stürmen und Insekten vor große Herausforderungen gestellt. Das belegt auch der aktuelle „Kennzahlenbericht 2021 Forst & Holz“. Wie die Gegenüberstellung der Jahre 2017 und 2019 im Bericht zeigt, gab es teilweise gravierende Veränderungen. So berichtet das Thünen-Institut beispielsweise, dass sich der Anteil von Kalamitätsholz am Gesamtholzeinschlag verdreifacht habe.

Die große Menge an Kalamitätsholz, das schnell geerntet und verarbeitet werden muss, habe u.a. dazu geführt, dass die Holzproduktespeicherwirkung anstieg, während die Waldspeicherwirkung gesunken sei. Nach wie vor bestehe jedoch weiteres Potenzial bei der Steigerung der Speicherwirkung von Kohlenstoff in Holzprodukten, insbesondere durch einen mehrfachen stofflichen Einsatz im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

„Die Klimakrise und der große Druck auf natürliche Ressourcen stellen den Cluster Forst & Holz kontinuierlich vor Herausforderungen“, so Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). „Mit dem Dialogprozess der Charta für Holz 2.0 bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine Plattform, um diese Herausforderungen anzugehen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln“, betont Herr Schütte.

Der „Kennzahlenbericht 2021 Forst & Holz“ ist Bestandteil der durch das Thünen-In­sti­tut durchgeführten Evaluation der Charta für Holz 2.0. Anhand von 15 definierten Kennzahlen werden Trends und Entwicklungen im Cluster Forst & Holz dargestellt. So können Wechselwirkungen erkannt und der Handlungsbedarf im Charta-Dialogprozess fortlaufend angepasst werden.

Hintergrund: Die Charta für Holz 2.0 bildet den Rahmen für einen umfangreichen Dialogprozess, der den verstärkten Einsatz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft als Beitrag zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung und der Stärkung der ländlichen Räume thematisiert.

Die FNR ist als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe (FPNR) und für den von BMEL und BMU gemeinsam getragenen Waldklimafonds (WKF) aktiv. Sie unterstützt außerdem das BMEL bei der Organisation und Durchführung aller Aktivitäten im Rahmen der Charta für Holz 2.0.

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