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glasstec 2006: "Heute wissen, was morgen machbar ist"

(12.9.2006) Mit Glas werden heute in der Gebäudehülle wie in der Innenarchitektur gleichermaßen technische und visuelle Akzente gesetzt. Welche neuen Anwendungen der transparente Werkstoff in Zukunft eröffnen wird, zeigt die glasstec 2006 vom 24. bis 28. Oktober in Düsseldorf.

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Bild von Interpane aus dem Beitrag "Renzo Piano baut „Weltstadthaus“ in Köln" vom 14.12.2005

Der Werkstoff Glas ist längst ein elementarer Bestandteil bei der Gestaltung moderner Fassaden, Dächer und Foyers. Er ermöglicht Konstruktionen, die durch Leichtigkeit beeindrucken, lichtdurchflutete Räume schaffen und zudem einen einzigartigen Kontakt vom Innenraum zur Außenwelt gewährleisten. Immer häufiger wird Glas seit einiger Zeit auch zur Raumgestaltung eingesetzt, denn Fußböden und Decken lassen sich mit dem vielseitigen Material optisch ebenso wirkungsvoll in Szene setzen wie Wände, Treppen und Möbel.

Zukunftsweisend ist auch die Verwendung von Glas in Photovoltaik-Modulen unterschiedlichster Ausführungen. Als Gebäude-integrierte Lösungen beispielsweise produzieren diese Elemente nicht nur umweltfreundlich Strom, sondern geben Fassaden zudem ein ansprechendes und individuelles Erscheinungsbild.

Neuheiten aus aller Welt

Voraussetzung für die außerordentlich vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Glas ist die Innovationsfähigkeit von Glasherstellern, Glasveredlern, Zulieferern und Maschinenbauern. Erst die ständige Weiterentwicklung von Funktionsgläsern, Beschichtungen und Bearbeitungstechniken sowie der Beschlag- und Dichtungstechnik ermöglicht immer neue konstruktive und optische Lösungen.

Beispielhaft seien hier so innovative Produkte wie Licht-lenkende, selbstreinigende und schaltbare Gläser genannt, die mit ihren Zusatzfunktionen die Leistungsbandbreite moderner Funktionsverglasungen erweitern und ihr Erscheinungsbild immer variabler machen. Die Fortschreibung der Entwicklung dieser Produkte wird die Glas-Architektur auch in Zukunft maßgeblich beeinflussen.

Dies gilt nach Meinung vieler Glasexperten auch für die Verklebung von Glas und Rahmen zu einer statischen Einheit (Beispiel aus der Meldung "Verbundlösung "Flügelrahmen - Kleber - Glas" für schlankere Fenster" vom 25.7.2005). Sie ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Rahmenbreiten und damit noch schmalere Fenster- und Fassadenkonstruktionen bei größeren Abmessungen der Verglasungseinheiten. In der Vergangenheit wurde dieser Trend auch durch die Innovationen der Beschlaghersteller forciert, die ihre Glasbeschläge immer filigraner und tragfähiger konstruierten. Glas wurde damit zum beherrschenden Material in der Fassade. Nun vollzieht sich ein weiterer Entwicklungsschritt in diese Richtung.

Möglich machten diese und viele weitere Trends in der Glasbranche erst die entsprechenden Entwicklungen in der Maschinentechnologie. Die Machbarkeit der Veredlung von größten Scheibenformaten zu Funktionsgläsern ist in diesem Zusammenhang ebenso als wichtiger Meilenstein zu nennen wie die Herstellung von gebogenen Isoliergläsern und der Einsatz der hochpräzisen Lasertechnologie in der Glasveredlung.

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Bild aus dem Beitrag "Pilkington bringt Farbe ins Sonnenschutzglas" vom 24.8.2006

Auf der glasstec 2006 wird zu sehen sein, was Glashersteller, -veredler und Zulieferer aus aller Welt heute zu bieten haben und welche Perspektiven für die Glasproduktion und -bearbeitung die Innovationen der Glasmaschinenbauer eröffnen. Wer also wissen möchte, was heute bereits mit Glas machbar ist und welche Trends die Bau-Zukunft mitbestimmen werden, kann sich vom 24. bis 28. Oktober 2006 in den Düsseldorfer Messehallen einen umfassenden Überblick verschaffen.

Innovationsschau mit Fachsymposium

Neben zahlreichen neuen Produkten werden innovative Glasanwendungen wieder einen Schwerpunkt bei den Ausstellern und in der begleitenden Sonderschau "glass technology live" bilden. Neue Herausforderungen stellen sich insbesondere im Bereich der Integration von multifunktionalen Isoliergläsern sowie der Photovoltaik und der Solarthermie in die Gebäudehülle. Die Organisatoren der Sonderschau, Professor Stefan Behling, Seniorpartner im Londoner Architekturbüro Fosters und Partner, und sein Universitätsteam aus Stuttgart, werden unter dem Motto "Häuser der Zukunft" neueste Produkte, Technologien, Trends und Designs zeigen. Zentrale Themen der bereits in der Vergangenheit viel beachteten, aufwändig gestalteten Ausstellung sind in diesem Jahr zudem "Materialien von morgen", "Isoliergläser der Zukunft", "Fassadentechnologie", "Bionik" und "Adaptive Systeme".

Etliche aktuelle Projekte so renommierter Architekturbüros wie Adjai Associates, Rem Koolhaas, Ben van Berkel, Diener + Diener und Delugan + Meissl ergänzen die Innovationsschau und das thematisch abgestimmte Fachsymposium. Die Bedeutung der Sonderschau und des hochkarätig besetzten Fachsymposiums spiegelt sich auch in der erstmaligen Beteiligung der Architektenkammer NRW und des in der Solartechnologie führenden Instituts ISE (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme) am Fachsymposium wider. Unter täglich wechselndem Motto werden namhafte Referenten aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern die Schwerpunkte der Sonderschau aufgreifen und vertiefen. Ein weiterer Pluspunkt für interessierte Architekten: Sie können mit der Teilnahme am Fachsymposium auch ihrer Fortbildungspflicht nachkommen.

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