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Supersommer und 2 Stürme: 2018 deutliches Umsatzplus (>9%) im Dachdeckerhandwerk


  

(17.2.2019) Das Dachdeckerhandwerk blickt auf ein positives Jahr zurück. Insgesamt rechnet der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) 2018 mit einem Umsatzplus von mehr als 9%. Parallel zur hohen Baunachfrage sorgte die trockene Witterung bei den Betrieben für gute Arbeitsbedingungen, und zwei Sturmereignisse direkt zu Beginn des Jahres trugen zur hohen Auslastung im Dachdeckerhandwerk bei.

Dachdecker-Umsatz klettert auf 10 Mrd. Euro

„Erfreulicherweise profitiert nach sechs Jahren der Stagnation nun endlich auch das Dachdeckerhandwerk von der positiven Baukonjunktur. 2018 haben die Dachdecker erstmals über 10 Milliarden Euro Umsatz eingefahren und damit den Spitzenumsatz von 2011 mit 9,37 Milliarden Euro übertroffen", freut sich ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk und erläutert, was noch für volle Auftragsbücher sorgte: "Zum einen ist der Neubau in den Sparten Wohnungs- und Wirtschaftsbau ein Hauptumsatztreiber, aber auch der öffentliche Bau trug zum Umsatzhoch bei. Wie die Bauwirtschaft insgesamt sind wir für das laufende Jahr ebenfalls optimistisch gestimmt, auch wegen günstiger Rahmenbedingungen wie Baukindergeld, höhere Abschreibungen für den Mietwohnungsbau sowie Verstärkung des sozialen Wohnungsbaus.“ Allerdings komme die Bauwirtschaft langsam an ihre Kapazitätsgrenzen, vor allem wegen des Fachkräftemangels. Hier sehen mittlerweile über 60% der Dachdeckerbetriebe laut einer verbandsinternen Umfrage ein ernstes Problem für die weitere Unternehmens-Entwicklung, so Bollwerk.

Umsatzverteilung im Dachdeckerhandwerk

Mit fast 60% waren 2018 die privaten Bauherren und Eigentümer die wichtigsten Auftraggeber für das Dachdeckerhandwerk. Davon entfielen 80% auf Sanierungs- und Reparaturarbeiten. Dazu gehören beispielsweise Um- und Ausbauten von Dächern, Dachsanierungen, Neu- und Umdeckungen, die mit energetischen Dämm-Maßnahmen einhergehen, sowie Mängelbeseitigung bei Abdichtung und Deckung. Der Neubau macht mit 20% einen eher geringen Anteil am Umsatz aus.

Die öffentliche Hand als Auftraggeber kommt eher den größeren Betrieben zugute und liegt mit 12,4% Umsatzanteil auch 2018 auf dem hinteren Rang. Viele Betriebe scheuen hier den hohen bürokratischen Aufwand mit langwierigen Ausschreibungsverfahren und nehmen oft erst gar nicht daran teil.

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