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Boom bei Solarheizungen: 200% mehr Förderanträge, 11% mehr Solarkollektoren

(10.8.2020) Die zu Jahresbeginn 2020 deutlich verbesserten Förderkonditionen für Solarwärme-Anlagen im Rahmen des neu aufgelegten Marktanreizprogramms (MAP) greifen.

Im ersten Halbjahr 2020 sind im Vergleich zum Vorjahr über 200% mehr Solarthermie-Förderanträge gestellt worden - dies geht aus jetzt vom BAFA veröffentlichten Zahlen hervor. So wurden im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 26.991 Anträge gestellt, gegenüber 8.700 Anträgen im ersten Halbjahr 2019. Zur Erinnerung: Solarheizungen werden seit Anfang 2020 im Förderprogramm „Heizen mit Erneuerbaren Energien" mit bis zu 35% bzw. 45% bezuschusst - siehe auch Beitrag „MAP-Update: Austauschprämie für Ölheizungen (bis zu 45%) und andere alte ,Schätzchen‘“ vom 2.1.2020. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) nutzen derzeit ca. 2,5 Mio. Haushalte in Deutschland Solarthermie-Anlagen für die Erzeugung von Raumwärme oder zur Brauchwasser-Erwärmung.

Die Solarthermiebranche befindet sich im Aufschwung: In den ersten sechs Monaten 2020 setzten die Solarkollektor-Hersteller in Deutschland rund 11% mehr Solarkollektoren ab als im Vorjahreszeitraum. Dies geht aus gemeinsam mit dem BDH monatlich erstellten Marktbefragungen hervor. Besonders positive Zahlen wurden im Monat Juni mit einem Absatzplus von 40% gegenüber dem Vorjahresmonat erzielt.

Auch die Geschäftslage hellte sich in den vergangenen Monaten deutlich auf: Der seit 2005 vierteljährlich erhobene BSW-Geschäftsklimaindex kletterte auf den höchsten Stand seit über 10 Jahren. „Statt einer Corona-Delle erleben wir eine Investitionswelle. Die verstärkte Klimadebatte der letzten Jahre, deutlich verbesserte Fördersätze und die im kommenden Jahr erwartete Einführung eines jährlich steigenden CO₂-Prei­ses auf fossile Brennstoffe zeigen Wirkung“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft co2online zufolge beabsichtigen übrigens 43% der Befragten bei einer geplanten Gebäudeinvestition eine Heizungsmodernisierung. Der BSW rechnet vor diesem Hintergrund mit einer anhaltend guten Auslastung seiner Mitgliedsunternehmen. Der Bundesverband hatte sich im Juni mit Erfolg dafür eingesetzt, dass die Haushaltsmittel für das MAP-Förderprogramm im Rahmen des 2. Nachtragshaushalts um weitere 300 Mio. aufgestockt wurden.

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