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Wettbewerb „Future Heat Pump“ an der FH Aachen: Wärmepumpe neu gedacht

(18.10.2020) Warum sollten auf einer Wärmepumpe nicht Pflanzen wachsen? Wie lassen sich Wärmepumpen in ein umfassendes Haus-Energie-Management integrieren? Um Fragen wie diese ging es in dem Studierenden-Wettbewerb „Future Heat Pump“, den der Fachbereich Gestaltung im Schwerpunkt Industriedesign der FH Aachen im Sommersemester zusammen mit Glen Dimplex Deutschland durchgeführt hat. Unter der Leitung von Professor Manfred Wagner haben sich zehn Studentinnen und Studenten an dem Wettbewerb beteiligt. Gesucht wurden zukunftsorientierte Konzepte, die abseits der üblichen Wege die Wärmepumpe nicht nur im Hinblick auf Design, sondern auch hinsichtlich tiefgreifender Zukunftstechnologien neu interpretieren.

Die Gewinner der Semesterarbeit Future Heat Pump (v.r.) Mika Leßmann (1. Platz), Noah Schneider (2. Platz), Lisa Vonderhagen (3. Platz) - und der Preis „Special Mention“ ging an Nick Eigel. 

Die Ergebnisse wurden in einer Online-Konferenz präsentiert und anschließend die vier Gewinner-Entwürfe gekürt:

Auf den mit 1.000 Euro dotierten ersten Platz kam Mika Leßmann. Sein „System Kardia“ ermöglicht den leichten Einstieg in eine autarke häusliche Energieversorgung: Strom aus der Photovoltaik-Anlage, Energiespeicher, Wechselrichter und Wärmepumpe werden mit einer zentralen Steuereinheit verbunden und als komplettes System konzipiert. Die Wärmepumpe wird zur Energiezentrale und zum zeitlosen Designobjekt gleichermaßen.

Auf den zweiten Platz - und 500 Euro Preisgeld - kam Noah Schneider und sein Projekt „Modulare Bepflanzung für die Wärmepumpe“. Mit mehrteiligen Pflanzkästen soll die Außeneinheit der Wärmepumpe begrünt werden und so zum attraktiven Zentrum des Gartens werden. Die Pflanzen verdecken das Lüftungsgitter. Zusätzlich zur Steuerung der Wärmepumpe kann auch die Bewässerung der Pflanzen mit der Glen Dimplex Home App überwacht werden.

Den mit 250 Euro dotierten dritten Platz erreichte Lisa Vonderhagen mit ihrem Projekt „Integrative Außeneinheit für Firmen und Institutionen“. Sie hat rund um die Wärmepumpe ein modulares System entwickelt, das unterschiedliche Nutzen kombiniert. So kann eine Wärmepumpe in größere Einheiten integriert werden, die Doppelstock-Fahr­radparker, E-Bike-Ladestationen, Photovoltaik-Anlagen oder Schließfächer enthalten.

Eine mit 250 Euro bedachte „Special Mention“ erhielt Nick Eigel. Bei ihm steht die Gestaltung der Außenhülle der Wärmepumpe über einen Online-Editor im Mittelpunkt. Vor allem das Luftgitter kann vom Nutzer individuell konfiguriert werden, und die Realisierung erfolgt dann über Lasersintern, bei dem Metallstaub von einem Laser gezielt aufgeschmolzen wird.

„Über Webinare hatte Glen Dimplex den Studenten einen vertieften Einblick ins Unternehmen gegeben und technisches Hintergrundwissen vermittelt. „Das war für den Erfolg unseres Praxisprojektes von entscheidender Bedeutung. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Partnerschaft zwischen Industrie und Hochschule für beide Seiten äußerst nutzbringend ist,“ resümiert Professor Manfred Wagner.

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