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ifo Institut plädiert für bedarfsorientierte Flächenerschließung


  

(21.2.2022) Der erlaubte Flächenverbrauch sollte sich nach Auffassung des ifo Instituts stärker am Bedarf der Wirtschaft orientieren: „Wenn in einer wachsenden Großstadt neue Wohnungen gebaut werden müssen, braucht man hierfür auch Baugrundstücke“, argumentiert Prof. Dr. Joachim Ragnitz von der Niederlassung Dresden des ifo Instituts. „Gleiches gilt, wenn Kommunen neue Gewerbegebiete ausweisen oder Straßen bauen wollen. Die Flächennutzung einzuschränken, könnte das Wachstum einer Region bremsen und die Preise in die Höhe treiben.“

Herr Ragnitz spricht sich dafür aus, eine Zunahme der Ver­kehrs- und Siedlungsflächen in Deutschland zuzulassen, wenn Regionen sich schnell entwickeln. Maßstab hierfür könnte die Entwicklung der Einwohnerzahlen oder der Zahl der Beschäftigten sein. „Unstrittig ist, dass die zunehmende Flächenversiegelung ein Problem darstellen kann. Die Bundesregierung sollte den Schutz der Flächen jedoch nicht über andere wirtschaftspolitische Ziele stellen“, konstatiert Herr Ragnitz.

Zur Erinnerung: In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie will der Bund die Nutzung neuer Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar am Tag verringern. Im Zweifel will sie dafür planerische Vorgaben machen.

Der Aufsatz von Joachim Ragnitz mit dem Titel „Alternative Indikatoren zur Messung von Flächeneffizienz“ ist in Heft 01/2022 der Zeitschrift „ifo Dresden berichtet“ veröffentlicht. Die Beiträge des Heftes können via ifo.de > Publikationen > ifo Dresden berichtet kostenfrei heruntergeladen werden. Die vollständige Studie ist unter dem Titel „Alternative Indikatoren zur Messung von Flächeneffizienz“ als ifo Dresden Studie 88 erschienen und ist ebenfalls kostenfrei downloadbar.

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