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Erstes „Energieplus-Mehrfamilienhaus“ eingeweiht

(24.6.2013) Das von Wissenschaftlern der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der Hans Angerer Unternehmensgruppe entwickelte „Energieeffizienzhaus Plus“ ist am 21. Juni 2013 in Bischofswiesen (Berchtesgadener Land) von Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer eingeweiht worden. Es soll das erste Energieplus-Mehrfamilienhaus überhaupt sein - sicher ist es das erste im BMVBS-For­schungsnetzwerk. Es erzeugt dank ...

  • einer guten Dämmung,
  • der Nutzung von Erdwärme und Photovoltaik sowie
  • eines verringerten Energiebedarfs

... mehr Energie, als es benötigt - und das trotz der verlängerten Heizperiode und der nur indirekten Sonneneinstrahlung an seinem geografischen Standort (Alpen). Mit der überschüssigen Energie werden Elektroautos betankt. Dabei kommt das Haus ohne fu­turistische Architektur aus - es wurde in der ortstypischen, regionalen Alpen-Archi­tektur gebaut:


Foto: Hans Angerer Unternehmensgruppe

„Der Bau in regionaler Bauweise war eine zusätzliche Herausforderung“, sagte Profes­sor Ulrich Möller (Fakultät Bauwesen, HTWK Leipzig) im Rahmen der Einweihung und erklärte: „Die messtechnischen Ergebnisse aus diesem Modellprojekt sind wegweisend für das zukünftige Bauen in Deutschland. Wenn es hier funktioniert, dann funktioniert es überall.“

Möller hat seit 2012 in einem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtent­wicklung geförderten Forschungsprojekt das Haus mitentwickelt und energetisch be­rechnet. Am 1. Juli 2013 ziehen die ersten Bewohner ein - dann sollen die Verbrauchs­werte des Hauses in einem Monitoring-Projekt nachgewiesen werden.

„Für mich ist dieses Haus ein Meilenstein auf dem Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen“, betonte Unternehmenschef Hans Angerer, Absolvent der HTWK Leipzig, auf dessen Bauherrenzentrum bei Berchtesgaden das Haus errichtet wurde.

Und Bundesbauminister Ramsauer sieht in diesem Haus den Beweis, „dass Mehrfami­lienhäuser schon heute den höchsten Energiestandards genügen können. Bisher ha­ben wir erfolgreich Erfahrungen mit Einfamilienhäusern gesammelt. Jetzt gehen wir die nächste Stufe an. Wir werden auch hier wichtige Erkenntnisse aus dem Alltag der Be­wohner sammeln. Ich begrüße besonders, dass das Projekt von lokalen Handwerksbe­trieben umgesetzt wurde.“ Das sei eine wichtige Voraussetzung für die Verbreitung zukunftsweisender Technologien in der Praxis und ein Garant für die Zukunftsfähigkeit der Branche in der Region.

Das „Energieplus-Haus in den Bergen“ mit sechs Wohneinheiten und einer gesamten Wohnfläche von 530 m² wurde in Holzständerbauweise errichtet und soll den Passiv­hausstandard übertreffen. Basis der Anlagentechnik ist eine Sole/Wasser-Wärmepum­pe zur Wärmeenergieerzeugung in Kombination mit einer zentralen Lüftungsanlage. Erdsonden steuern den Einsatz der Wärmepumpe. Zur Wohnungsbeleuchtung werden dimmbare LEDs verwendet. Die Steuerung erfolgt über Präsenzmelder.

Hintergrund des Forschungsprojektes ist die EU-Gebäuderichtlinie, laut der ab 2021 alle Neubauten nur noch einen sehr geringen Energiebedarf haben dürfen.

Weitere Informationen zu Plusenergiehäusern können per E-Mail an Bauherren-Zentrum Angerer angefordert werden.

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